Afghanistan: der „Krieg“ der USA gegen Drogen

Programme der US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID), die auf eine Verringerung der Schlafmohnproduktion in Afghanistan abzielen, haben in Wirklichkeit das Wachstum der Produktion des Betäubungsmittels gefördert, heißt es in einem vierteljährlichen Bericht des Sondergeneralinspektors für den Wiederaufbau Afghanistans, der dem US-Kongress vorgelegt wurde.

Darüber hinaus widerlegt das Dokument Proklamationen amerikanischer Beamter, dass Schlafmohn vor allem in Gebieten angebaut wird, die unter der Kontrolle der Taliban-Bewegung stehen. Nach Ansicht von Experten können amerikanische Militärangehörige Loyalität von der lokalen Elite erkaufen, indem sie die Augen vor dem Drogenhandel verschließen.

Und das entspricht der Realität. Wie ist es sonst zu erklären, dass ein Bericht des Sondergeneralinspektors für den Wiederaufbau Afghanistans (SIGAR), einer Behörde der US-Regierung, besagt, dass die USA von 2002 bis März 2017 8,5 Milliarden US-Dollar für Bemühungen zur Ausrottung der Drogengefahr in Afghanistan verschwendet haben, es aber nie geschafft haben, das gesteckte Ziel zu erreichen, und dass Afghanistan nach wie vor der größte Opiumproduzent der Welt ist – und einer, der immer aktiver die Nachfrage nicht nur auf den europäischen, sondern auch auf den amerikanischen Drogenmärkten befriedigt.

Heroin ist ein Multimilliarden-Dollar-Geschäft, das von den Interessen mächtiger Kreise in den Vereinigten Staaten gestützt wird. Daraus wird ersichtlich, dass eines der Ziele der Besetzung Afghanistans darin bestand, den von ihnen kontrollierten Drogenhandel wieder auf sein früheres Niveau zurückzuführen und die vollständige Kontrolle über die Drogenlieferrouten zu übernehmen. Im Jahr 2001 wurden unter den Taliban 185 Tonnen Opium produziert, während jetzt, selbst bei unvollständigen Daten, die Opiumproduktion auf 13.000 Tonnen angestiegen ist!

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Eine Analyse von Viktor Mikhin.

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3 Kommentare

  1. Das heißt, alle Artikel und Beiträge auf Papier- oder Filmmedien, dazu entsprechende Äußerungen
    westlicher Militärs und Politiker bezüglich des Kampfes gegen das Rauschgift, kann man getrost in die Tonne treten. Entspricht nicht den Tatsachen, gelogen von vornherein, blanker Lug und Trug von Beginn an. Zeit, dass dies die 70-85% Staatsgläubigen auch erkennen…., obwohl, die betteln ja praktisch um Strafe.

  2. Der heutige Krieg gegen die Taliban hat nur einen einzigen Grund. Der Handel mit dem Rauschgift bringt dem amerikanischen CIA ca. 800 Milliarden Dollar pro Jahr.
    Dafür wurde auch das Kosovo schon vor Jahren destabilisiert, um die Drogen da hindurch gefahrlos nach Europa zu bringen.
    Aber soweit können unsere Gutmenschen nicht denken! Alles ist gut!

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