Wir sollen schweigen, doch die Blume der Freiheit blüht

„Wer einmal Freiheit gekostet hat, kann nicht mehr zurück. Wer einmal den Duft der Freiheit gewittert hat, wird sich fragen, „Was ist das?“ und seine Suche beginnen.“

Von Maria Schneider

Heute wollte ich wieder einmal einen Artikel schreiben. Themen gibt es genug: „Black Lives Matter“ Demos, an denen fast nur Weiße teilnehmen; der gebrochen deutsch sprechende Afrikaner, der in einem der teuersten und sichersten Stadtteile lebt und den ich heute mit einem T-Shirt sah, auf dem weiß auf schwarz „I can’t breath“ stand. Oder die ständigen Ermahnungen der Verkäuferinnen an Deutsche, die Maske rundum abschließend um Nase und Mund zu tragen und ihr Wegschauen, wenn besagter Afrikaner sich notdürftig einen Stofffetzen vor den Mund hält.

Oder die Frage, wer eigentlich eine Minderheit ist: Der Anteil von 9 % Europäern (Tendenz: schrumpfend) oder von 16,97 % Afrikanern (Tendenz steigend) an der Weltbevölkerung. Die schwarze „Minderheit“ in Deutschland ist, weltweit gesehen, in der überwältigenden Mehrheit und hat seit Ende der Kolonialzeit mannigfache Möglichkeiten und endlose Geldströme für den Aufbau ihres riesigen, afrikanischen Kontinents ungenutzt verstreichen lassen.

Kampf gegen Rassismus, ja! Aber bitte nur dort, wo etwas zu holen ist

Die wohlgenährten afrikanischen Flüchtlinge in Deutschland und sonstigen westlichen Ländern – deren Markenkleidung und -schuhe immer wieder ins Auge stechen – begnügen sich mit dröhnendem Schweigen, wenn es um den Einsatz für ihre verhungernden Brüder und Schwestern in Afrika geht. Gleiches gilt für schon länger hier lebende Afrikaner. Beispielhaft nenne ich den wohlsituierten, aus Ghana stammenden Koch Nelson Nukator (heute: Müller), der meinte, den Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies wegen seiner ungeschickten Afrika-Aussagen anprangern zu müssen. Setzt Nelson Nukator (Orwell’sche Sprachregelung: „Stuttgarter Jung“) sich für seine Ghanesischen Landsleute ein oder kocht er lieber eigene Süppchen? Wir wissen es nicht.

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Die Mittagsmagazin-Moderatorin Jana Pareigis und die Journalistin Alice Hasters (Orrwell’sche Sprachregelung: Kölsches Mädel) beklagen trotz lukrativer Jobs bei den öffentlich-rechtlichen Medien – nach denen sich so manche deutsche Dauerpraktikantin die Finger lecken würde – einen Alltagsrassismus in Deutschland.

Frau Hasters hat sogar eine ausführliche Gebrauchsanleitung darüber erstellt, wie sie als Afrodeutsche behandelt zu werden wünscht. Die Jammertirade beansprucht beim Deutschlandfunk gleich mehrere Seiten und läßt nichts unversucht, Deutschen zu beweisen, dass sie keinerlei Recht darauf hätten, sich jemals auch nur im geringsten benachteiligt zu fühlen und statt dessen im Vergleich zu Frau Hasters unermessliche Privilegien genießen würden, die ihnen – wie man zwischen den neidvollen Zeilen liest – wegen ihrer weißen Täterschaft nicht einmal mehr in ihrer eigenen Heimat Deutschland zustünden.

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Rasse“ ersetzt „Klasse“ beim Beutezug

„Klasse“ scheint also durch das neue Codewort „Rasse“ ersetzt worden zu sein, um als schwarzes Top-Opfer jede Art verbaler und – im Extremfall – körperlicher Gewalt gegen Weiße zu rechtfertigen, die gleichsam mit Täter- und Rassismusgen schuldhaft geboren werden. Die Vereinnahmung ihres Besitzes und Landes ist daher nur die gerechte Strafe für ihr Weißsein. Ja, das Weißsein allein ist schon ein rassistischer Affront für zahlreiche Afrikaner. Auch Frau Hasters scheint als geknechtete Afrodeutsche durch Fragen nach ihrer „eigentlichen Herkunft“ ein dauerhaftes Trauma davongetragen zu haben.

Dass solche Rassismusdebatten und „Black Lives Matter“ Proteste vor allem in Ländern mit einer noch bestehenden Mehrheit an Weißen stattfinden, wo Beute zu machen ist – und nicht in den homogenen Herkunftsländern, wo man sich mit echtem Hunger und wirklicher Not auseinandersetzen müßte – wirft jedoch die Frage auf, ob es wirklich um Rassismus geht.

Welcher Afrikaner interessiert sich schon für Afrika, wenn er im Westen leben kann?

Die Änderung der Situation in Afrika oder gar ein Vor-Ort-Einsatz scheint weder die Aktivisten noch die dauerjammernden Afrodeutschen wirklich zu interessieren – dies scheint wohl zu anstrengend zu sein und bringt so unangenehme Begleiterscheinungen wie genitale Verstümmelung von Frauen, hohe Kriminalität, die traditionelle gegenseitige Versklavung afrikanischer Stämme und missliebige Wohnverhältnisse – wie Hütten und Wassermangel – mit sich.

Da ist es schon viel angenehmer, in Deutschland auf dem Sarotti-Mohr herumzureiten und Berliner Straßen umzubenennen, statt „gegen Christophobie aufzustehen“ und für die entführten Boko-Haram Schwestern zu demonstrieren. Was meinen Sie dazu, Frau Pareigis und Frau Hasters, oder fühlen Sie sich durch dies Frage wie der „alte, weiße Mann“ auf ihre Hautfarbe reduziert?

Ich vermute, dass Sie – wie die meisten „unterdrückten, hungernden“ Afrikaner in den wenigen, verbleibenden weißen Ländern – das Einfordern weiterer Vorrechte in Deutschland vorziehen, indem Sie als weltweite Mehrheit einen vermeintlichen „Minderheitenstatus“ als Monstranz vor sich her tragen. Das macht mehr Spaß und bringt mehr Geld, als sich mit den Sünden Ihrer Vorfahren in Afrika sowie den derzeitigen Problemen wie Überbevölkerung, Mißwirtschaft und Korruption auseinanderzusetzen.

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Es macht also durchaus Sinn, wenn man sich zur Gewinnmaximierung auf die vergangenen „Sünden“ toter Europäer konzentriert. Aber rechtfertigt dies wirklich Gewalt und Plünderungen? Wie lange darf man sich auf dem Opferstatus ausruhen und wann greift eigentlich die Eigenverantwortung? Letztlich scheint es bei den Protesten also wieder einmal nur um Vorteilsnahme zu gehen, einfach weil die Gelegenheit günstig ist und man gerade auf der Welle der Macht reiten kann. Ein weißes Opfer scheint also derzeit, wie an der Börse, weniger wert zu sein als ein Schwarzes. Und daher wird mit Feuereifer gehandelt.

Das Haltbarkeitsdatum von Begriffen

Überhaupt – „Schwarz“, „Weiß“, „Asiatisch“, „Afrikanisch“ usw. Die Gedankenpolizei will immer stärker in das Gehirn der Europäer eindringen, Synapsen umpolen und neue Schaltkreise setzen. Ich spüre jeden Tag stärker die Zange der Zensoren. Will ich nun einen Text schreiben, so ist dies wie ein Irrweg durch ein sich ständig änderndes Labyrinth, aus dem es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Täglich, fast stündlich, wird eine neue Sprachregelung erlassen – als ob man so Ungleichheit auf der Welt beseitigen könnte.

Schauen wir uns den Werdegang folgender Begriffsverwendung an: Vom „N-Wort“, zu „Farbiger“, zu „Schwarzer“, „Afroamerikaner“, „Afrodeutscher“ oder neuerdings „People of Colour“, um eine noch stärkere Front aller Nichtweißen gegen die tatsächliche, mit Zahlen belegbare Minderheit der Weißen zu schaffen.

Wird die Umetikettierung etwas bewirken? Nein, denn die Sprachwissenschaft weiß, dass ein neuer, frischer Begriff wie „People of Colour“, der einen alten, „verbrannten“ Begriff wie „Farbiger“ ersetzen soll, mit der Zeit auch seine Jungfräulichkeit verlieren wird. Denn solange man mehrmals negative Erfahrungen mit Menschen einer bestimmten Ethnie macht, solange wird der neue Begriff nach einer Weile wieder die gleiche emotionale Ladung und Assoziation haben wie der alte Begriff. Auch „Ethnie“ hört sich noch (!) neutraler als „Rasse“ an, wird jedoch früher oder später das gleiche Schicksal wie „Rasse“ erleiden, da die Sprache die Gedanken der Menschen wiederspiegelt.

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Man mag einwenden, dass die engen Meinungskorridore, das Einimpfen neuer Sprachregelungen und seidenweiche Aussagen zur Schaffung einer Scheinharmonie, den sogenannten „Rassismus“ und die Ungleichheit der Welt ausmerzen werden. Dies mag scheinbar der Fall sein, weil einige Autoren sich entweder in den Sprachlabyrinthen verirren, von der Sprachpolizei als Gedankenverbrecher verwarnt oder selbst entnervt aufgeben werden.

Mit der Unterdrückung wächst der Widerstand

Einige Autoren und immer mehr Menschen werden also lieber – symbolisiert durch den Maskenmaulkorb – schweigen. Andere wiederum werden sich gerade mit zunehmender Unterdrückung, Gängelung und Gedankenkontrolle immer stärker an ihre Essenz als fühlende, denkende, transzendente Wesen erinnern, die zur Freiheit geboren sind. Wesen, die das Leben in Fülle haben sollen.

Diese Menschen werden sich aus dem Labyrinth erheben, vielleicht eine Leiter nehmen, um über die Hecken zu steigen. Einige werden sich einen Tunnel unter dem Labyrinth graben oder sie richten ihre Uhr als Kompass ein und schneiden sich strikt gen Norden mit einer Heckenschere einen Weg aus dem Irrgarten.

Manche stellen sich vielleicht auf die Schultern hilfreicher Freunde. Von dort oben haben sie den Überblick und werden erkennen, dass das Labyrinth klein und abgegrenzt ist. Dass dahinter – so weit das Auge reicht – die Blume der Freiheit blüht. Sie können von oben jedem, der es will, den Weg aus dem Labyrinth weisen.

Wer einmal Freiheit gekostet hat, kann nicht mehr zurück. Wer einmal den Duft der Freiheit gewittert hat, wird sich fragen, „Was ist das?“ und seine Suche beginnen. Das ist auch der Grund, warum die Unterdrückung jeden Tag zunimmt. Die Freiheit gewinnt an Macht.

Daher ist eines so sicher wie der Sonnenaufgang am Morgen: Mögen die Masken noch allgegenwärtig sein und indigene Deutsche noch so eingeschüchtert werden. Mögen unsere Intelligenz und unser gesunder Menschenverstand noch so sehr durch unlautere, kaltherzige Menschen an den Schaltstellen der Macht beleidigt werden – die Freiheit bahnt sich immer ihren Weg.

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