Westliches „blame game“ – Schuld sind immer die Anderen

Was immer im Westen auch schiefläuft oder den Mächtigen nicht passt – die Schuldigen sucht man gerne im Ausland. Vor allem in Russland und China.

Von Marco Maier

Obwohl es eigentlich allseits bekannt ist, dass vor allem der „Westen“ in Form von Geheimdiensten (CIA, MI6, Mossad…), Pseudo-NGOs (USAID, International Republican Institute, National Endowment for Democracy…) oder auch die Open Society Foundations von „Farbrevolutionär“ George Soros gerne in anderen Ländern Unruhen und Proteste anzetteln, bzw. die dahinter stehenden Organisatoren finanzieren und ausbilden, übt man sich gerne im „blame game“.

Das heißt: Ob es sich nun um „unliebsame“ Wahlergebnisse handelt, die Corona-Proteste in Deutschland oder nun die aktuellen Unruhen und Massenproteste in den USA – man beschuldigt gerne und immer wieder die „bösen Russen“, dort mitzumischen.

Dabei hat Moskau (wie auch Peking) nicht einmal ansatzweise solch ein Netzwerk aus Organisationen im Ausland, wie es die Vereinigten Staaten, Großbritannien oder die EU haben. Ganz zu schweigen von den finanziellen Backgrounds dieser westlichen Organisationen, die nachweislich unter anderem den Maidan-Putsch in der Ukraine, die regierungskritischen Proteste in Moskau oder Hongkong und diverse andere Unruhen in Ländern und Regionen unterstützten, die man zugunsten des eigenen Establishments unter Kontrolle bringen möchte.

Feindbilder wollen gepflegt werden, wenn man daraus innenpolitisches (oder auch finanzielles) Kapital schlagen möchte. Kein Wunder, dass Moskau um die zehn faktisch unter direkter Kontrolle Washingtons stehende und in Russland aktiv tätige Pseudo-NGOs als „ausländische Agenten“ einstufte. Wie viele solcher Pseudo-NGOs hat der Kreml in den Vereinigten Staaten oder in der Europäischen Union? Keine einzige.

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Und dennoch heißt es seitens Politik und Medien immer wieder: „Der Russe wars!“ Wie könnten die braven Deutschen denn sonst auf die Idee kommen, friedlich gegen die überzogenen Corona-Maßnahmen und die Einschränkung der freiheitlichen Bürgerrechte zu demonstrieren? Wie könnten die Amerikaner auf die Idee kommen, nach der Ermordung eines Schwarzen durch Polizisten in Minneapolis randalierend und plündernd mit teils exzessiver Gewalt durch die Städte zu ziehen und dabei eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen?

Wie wäre es bei letzterem Fall einmal mit einem Blick auf George Soros und dessen Stiftung? Schon im Jahr 2016 wurde aufgedeckt, dass der Multimilliardär diverse linksextremistische US-Gruppen unterstützt, die gegen Trump eine Farbrevolution in den USA starten sollten. Wir berichteten darüber hier und hier.

Machen wir uns nichts vor: gegen die mediale Macht des Mainstreams, der weiterhin die „Russland-Keule“ schwingt, kommen die alternativen und freien Medien nicht an. Dank der Zensur und den Reichweiten-Restriktionen von Facebook, Google, Twitter & Co bleibt die Aufklärung über die wahren Hintergründe schwierig. Dennoch bleibt es unsere Aufgabe, die Menschen über das falsche Spiel und die Propaganda der Mächtigen aufzuklären.

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