Stehen die USA vor einem Bürgerkrieg?

Die politischen Fronten sind seit Jahren verhärtet. Nun mit der Krise reichte schon ein kleiner Funke, um das Pulverfass zu entzünden.

Von Marco Maier

Schon mit der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten tat sich ein Riss in der amerikanischen Gesellschaft auf, der sich nach der Wahl Donald Trumps noch sehr viel weiter vertiefte. Die gesellschaftlichen Fronten sind inzwischen dermaßen verhärtet, dass vor allem die Hardliner und teils auch die Extremisten rechts und links den Ton angeben und die Stimmung noch weiter aufheizen.

In Zeiten, in denen wegen der durch die Lockdowns verursachten Corona-Krise mehrere Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten ihre Arbeit verloren haben und vor dem Nichts stehen, brauchte es nur einen Funken, um das Pulverfass zu entzünden. Dies war die Ermordung des Schwarzen George Floyd in Minneapolis durch weiße Polizisten, der mit Falschgeld bezahlt haben soll und daraufhin festgenommen werden sollte.

Daraufhin starteten Proteste in Minneapolis und anderen größeren US-Städten. Von Boston über Washington D.C. über New Orleans, Dallas und Denver bis hin nach Los Angeles und Portland. Im ganzen Land sorgten Anhänger der „Black Lives Matter“-Bewegung und des linksgerichteten Anti-Trump-Lagers für gewaltsame Proteste.

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Insgesamt sieben Bundesstaaten haben bereits die Nationalgarde im Einsatz, um die Polizei bei ihren Bemühungen zu unterstützen, die Proteste unter Kontrolle zu halten.

Präsident Trump unterstützt dies nachdrücklich:

Hier Eindrücke aus New York City:

Auch in Los Angeles, wo wie in vielen Städten nächtliche Ausgangssperren verhängt wurden, eskaliert die Lage:

Und wie in den Vereinigten Staaten offenbar üblich, wurden während den Protesten auch Geschäfte geplündert. Wie zum Beispiel hier in Chicago:

Proteste aus Unzufriedenheit sind ja in Ordnung, doch das was sich derzeit in den Vereinigten Staaten von Amerika abspielt, hat das Potential für eine gewaltige Eskalation. Eine Eskalation, die zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen könnte.

Immerhin besitzen sehr viele Menschen im Land Schusswaffen – legal und illegal. Und man scheut auch nicht, diese einzusetzen.

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2 Kommentare

  1. Stehen die USA vor einem Bürgerkrieg, oder sind sie schon mittendrin?
    Es war ja abzusehen, daß die alte Schlange, auch als „tiefer Staat“ bezeichnet, sich vehement gegen den drohenden Untergang wehren wird.
    Die ersten Aufrufe sich gegen die Antifa mit Waffengewalt zur Wehr zu setzen finden sich immer häufiger in den sozialen Medien.
    Ob die USA diesen Schlagabtausch noch verhindern wird können, das steht in den Sternen.
    Interessant ist allemal, daß div. Hellseher, allen voran „Der schlafende Prophet – Edgar Cayce“ genau so einen Bürgerkrieg und die Spaltung des Landes in 4 Teile vorausgesagt hat.
    Es bleibt spannend.

  2. Donald Trump hat einen Scherbenhaufen übernommen. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als durchzugreifen.
    Er hat uns aber gezeigt, daß er in der Lage ist, die Meinungsfreiheit durchzusetzen und zwar mit der Unterscheidung in Provider (Google, Facebook, Twitter, ..) und Medienschaffende (Kanal, Tweet, Website, ..). Provider dürfen nicht zensieren, Medienschaffende dürfen, das ist ihr Metier.
    Wir „User“ haben also gar kein Recht, uns beim Medienschaffenden zu beklagen, wenn er uns nicht veröffentlicht.

    Wir stehen vor denselben Herausforderungen wie die USA.
    Wir sollten über die Grenzen verschiedener Meinungen einen Wert teilen, das GG, und an der Verfassungstreue festhalten. Informationsfreiheit, Meinungsfreiheit, staatliche Stellen dürfen weder vor- noch nachzensieren!
    In Art. 19,2 ist verankert: In „keinem „Falle“ darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.

    Also weder von der Politik noch vom BVerfG! Natürlich trampelt die Politik auf der Verfassung herum, aber das tun Despoten immer und überall. Sie trampeln auch auf der französischen, italienischen, schwedischen herum.
    Wir sind der „Souverän“ und lassen uns darin nicht polarisieren. Sonst begehen wir denselben Fehler wie in der Weimarer Republik.

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