Putin schließt nicht aus, dass er für eine neue Amtszeit als Präsident kandidieren wird

In der Zwischenzeit warnte der russische Staatschef die Beamten davor, nach einem Nachfolger für ihn zu suchen, und sagte, sie sollten sich lieber auf ihre Arbeit konzentrieren.

Von Redaktion

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nicht ausgeschlossen, dass er für eine neue Amtszeit des Präsidenten kandidieren wird, wenn eine solche Verfassungsänderung angenommen wird, sagte er in einem Interview für einen Film „Russland. Kreml. Putin“ im Fernsehsender Rossiya-1.

„Ich habe bisher keine Entscheidung getroffen. Ich schließe nicht aus, dass ich mich für [Wahlen] bewerben werde, wenn dies in der Verfassung auftaucht. Wir werden sehen“, sagte Putin.

In der Zwischenzeit warnte der russische Staatschef die Beamten davor, nach einem Nachfolger für ihn zu suchen, und sagte, sie sollten sich lieber auf ihre Arbeit konzentrieren. „Sie müssen arbeiten, anstatt nach Nachfolgern zu suchen“, sagte Putin.

„Wissen Sie, ich werde jetzt absolut offen sagen: Wenn dies nicht geschieht [Verabschiedung einer entsprechenden Verfassungsänderung], weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man in etwa zwei Jahren anstatt einer normalen rhythmischen Arbeit nachzugehen auf vielen Ebenen der Macht nach potenziellen Nachfolgern gesucht wird“, erklärte der Präsident.

Loading...

Präsident Putin gilt in Russland als nach wie vor sehr beliebt und bislang hat sich noch niemand in der russischen Politik herauskristallisiert, der als würdiger Nachfolger in dessen Fußstapfen könnte. Dies könnte die Verantwortlichen dazu ermutigen, bei den geplanten Änderungen einen entsprechenden Passus in die Verfassung aufzunehmen, und Wladimir Putin eine weitere Amtszeit (bzw. sogar zwei weitere Amtszeiten) zu ermöglichen.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

3 Kommentare

  1. Putin sieht aus wie Rasputin. Kein Witz. Und Medwedjew wie Zar Alexander II.
    Die Russen hatten Glück mit den beiden; wir hatten Unglück mit unserem Sumpf, in dem wir feststecken.
    Eine Verfassungsänderung hat Tücken, denn damit ist die Unschuld verloren. Und Putin lebt nicht ewig. Bürgerrechte und Organisation des Staates dürfen niemals angetastet werden. Weils von da nur noch in Richtung Bananenrepublik gehen kann.
    Das allgemeine Problem ist, daß es kaum noch jemanden gibt, der eine Verfassung ernst nimmt.
    Nimmt man den Leuten die Verfassung weg, die würden das gar nicht merken. Nimmt man ihnen den Netzzugang weg, wäre am nächsten Tag die Revolution auf der Straße.

    1. Allein nur Glück ist zu wenig. Die Russen haben aber Perspektive und Sicherheit durch Shojgu und – vor allen Dingen – durch Lavrov! Was die Verfassungsänderung betrifft – wenn ich dazu mal eine andere (deutschsprachige) Quelle zitieren darf:

      Heutzutage gilt die Verfassungsnorm: „Ein und dieselbe Person kann das Präsidentenamt nicht länger als zwei Amtsperioden in Folge innehaben.“ In der neuen Version werden die Worte „in Folge” gestrichen. Nach der Verfassungsänderung würden aber die bisherigen Amtszeiten annulliert, was es dem gegenwärtigen Präsidenten erlauben soll, bei den künftigen Wahlen erneut zu kandidieren.

      Die aktuellen Zeiten für die Präsidentschaft in der RF sind z.Z. 6 Jahre – Putin hat also ganze 12 Jahre Zeit. Mein Problem damit ist, dass die westlichen Feinde leider etwas länger leben werden. Selbst wenn man unter V.V.Putin noch einen guten Nachfolger findet – was passiert danach?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.