Pompeo macht sich mit seiner neuen Anti-Iran-Propaganda lächerlich

US-Außenminister Mike Pompeo macht sich mit seiner jüngsten anti-iranischen Propaganda zur internationalen Lachnummer. Der neokonservative Falke will nur weiter Spannungen schüren.

Von Redaktion

US-Außenminister Mike Pompeo wird von amerikanischen Experten und Verteidigungsanalysten für seinen neuesten Tweet verspottet, der für die Verlängerung des UN-Waffenembargos gegen den Iran plädiert, das auf der Grundlage der JCPOA-UN-Abkommen von 2015 auslaufen soll.

In einem seltsamen letzten Appell an die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates argumentiert Pompeo, dass die iranische Luftwaffe halb Asien und Europa angreifen könnte.

Doch die Sache hat einen Haken. Die Karte die der ehemalige CIA-Chef in seinem Tweet als „Beweis“ verwendet, zeigt lediglich die maximale Reichweite von möglicherweise durch den Iran zu erwerbende Kampfjets auf. One Way.

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Die chinesische J-10 beispielsweise könnte ohne Luftbetankung zwischendurch die türkisch-griechische Grenze erreichen – und müsste dann zu Boden gehen. Die russische SU-30 könnte von iranischem Territorium aus zwar das südliche und östliche Deutschland erreichen, aber auch dann hieße es „auf Nimmerwiedersehen“ für den Kampfjet.

Wenn man bedenkt, dass eine SU-30 wohl um die 40 Millionen Dollar und eine J-10 etwa 30 Millionen Dollar kostet, wären das schon finanziell hohe Verluste für den Iran, wenn dieser seine Piloten auf Kamikaze-Missionen schicken würde. Von der teuren Ausbildung der Piloten ganz zu schweigen.

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Selbst Irans Außenminister Javad Zarif weist auf den Umstand der Reichweite hin:

Aber wenn es darum geht, den Iran mittels Propaganda zu attackieren, ist den neokonservativen Falken in Washington offenbar jedes Mittel recht. Egal wie sehr man sich mit solchen Propagandastücken lächerlich macht.

Das Problem solcher Aktionen ist jedoch, dass sie – wie die ständigen Sanktionsverschärfungen – nur die erzkonservativen Hardliner in Teheran stärken, während die moderaten Reformer innenpolitisch weiter unter Druck geraten.

Würde die Trump-Administration im Interesse der Amerikaner selbst agieren, wäre eine Unterstützung der moderaten Reformer angesagt. Doch indem man mit all den kontraproduktiven Aktionen die erzkonservativen Hardliner stärkt, hilft man vor allem dem militärisch-industriellen Komplex, der durch die künstlich erzeugte „iranische Bedrohung“ zusätzliche Einnahmen und Profite generiert.

Wie schlecht wäre es doch fürs Geschäft, wenn sich der Iran und Saudi-Arabien auf ein friedliches Nebeneinander einigen würden und aus Teheran nicht ständig Drohungen in Richtung Israel ausgesprochen würden, oder?

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Ein Kommentar

  1. Der Propagandaeffekt von US-Außenminister Pompeos Posse, Irans Luftwaffe könnte teueres chinesisches & russisches Fluggerät akquirieren um dann halb Europa & Asien anzugreifen, wird evident, liest man einen Bericht der ‚Neuen Zürcher Zeitung‘ : „Da ist die Furcht Israels vor der im Februar 2019 bei einer Ausstellung in Teheran vorgestellten, neuen Rakete des Typs KHORRAMSHAR-2, die über eine präzise Steuerung & Reichweite von 2.000 km verfügen soll und einen 1.500-kg-Sprengkopf tragen kann. Eine technisch simple Modifikation könnte die Reichweite auf 3.000 km erhöhen.“
    Der in Israel viel gepriesene Schutzschirm ‚Iron Dome‘ kann nicht verhindern, daß „Hamas-Grüße“ aus Gaza Tel Aviv erreichen und kürzlich vor Netanyahus Füße landeten, so daß der Genannte evakuiert werden mußte.
    Der bei den Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates antichambrierende, die Verlängerung des Waffenembargos gegen den Iran fordernde Pompeo, agiert offensichtlich als Lakai der US-Israel-Lobby AIPAC [ American Israel Public Affairs Committee ], wie einem Artikel von Julie Hirschfeld Davis in der ‚New York Times‘ vom 12./13.9.2015 zu entnehmen ist: „AIPAC investierte US $ 30 Millionen in eine gigantische Publizitäts- & Lobbying-Kampagne, um im US-Kongress Präsident Obamas Nuklearabkommen JCPOA mit dem Iran zu Fall zu bringen . . .“
    Pompeo geriert sich zum Propaganda-Hanswurst der Zionisten, die den Iran platt machen wollen.

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