Nordkorea sammelt Truppen an der Grenze zu Südkorea

Nordkorea macht offenbar mit den Drohungen ernst und entsendet Truppen in die Demilitarisierte Zone, sowie Kriegsschiffe in die umkämpften Gewässer. Wie werden die USA und Südkorea reagieren?

Von Redaktion

Während die Welt nach der dramatischen Explosion des interkoreanischen Verbindungsbüros im Fernsehen am Dienstag mehr auf Nordkoreas Versuch wartet, aufmerksamkeitsstarke „explosive Displays“ zu machen, wurde berichtet, dass sich entlang der entmilitarisierten Zone (DMZ) nordkoreanische Truppen versammelt haben. Es wurden auch Schiffe beobachtet, die in Gebiete entlang der umstrittenen Seegrenze einlaufen.

Pjöngjangs jüngste Drohungen, zusätzliche Streitkräfte zu mobilisieren, wurden offenbar umgesetzt: „Nordkoreas Militär schien sich nach Tagen der Drohungen und Provokationen aus Pjöngjang an die Front in der Nähe des Südens zu bewegen, als ein US-Aufklärungsflugzeug über die Halbinsel flog“, berichtet UPI.

Medien und militärische Quellen aus Südkorea berichten, dass „nordkoreanische Truppen auf der Nordseite der entmilitarisierten koreanischen Zonen an frei gewordenen Wachposten der angespannten Grenze stationiert wurden“.

Pjöngjangs jüngstes Säbelrasseln hängt angeblich mit einer laufenden Kampagne von Überläufern zusammen, die Propaganda-Flugblätter über die Grenze in den Norden verbreiten. Anscheinend benutzen Aktivisten in einigen Fällen Luftballons, um Nachrichten in den Norden zu transportieren und die Menschen zum Überlaufen zu ermutigen.

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„Am Mittwoch hatte Nordkorea angekündigt, frei gewordene Wachposten zurückzuerobern und militärische Maßnahmen zu ergreifen, wenn nordkoreanische Überläufer im Süden weiterhin Flugblätter gegen Pjöngjang mit Heliumballons verschicken würden“, fügt der UPI-Bericht hinzu.

So scheint es, dass Pjöngjangs Truppenbewegungen, einschließlich der angeblichen Eliteeinheiten, ein Versuch sind, die vorherigen Bedrohungen zu bestätigen.

Es kommt auch inmitten der Enttäuschung über festgefahrene – und was nun völlig gescheitert zu sein scheint – Atomgespräche mit Washington, die Seoul zuvor als etwas angepriesen hatte, das es zu erreichen helfen würde.

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Südkoreanische Diplomaten haben Berichten zufolge versucht, die Kommunikation mit dem Norden wiederherzustellen, wurden jedoch zurückgewiesen. Es wird allgemein angenommen, dass Kim Jong-Un und seine zunehmend sichtbare Schwester Kim Yo-jong, die sich in letzter Zeit als eine Art ausgesprochene militärische „Vollstreckerin“ herausgestellt hat, nach einer neuen Hebelwirkung bei der Trump-Administration suchen.

Immerhin wollen sie erreichen, dass einige der bestehenden Sanktionen aufgehoben werden, damit das abgeschottete Land an dringend benötigte Ressourcen und Güter gelangen kann. Nun stellt sich die Frage, wie Seoul und Washington darauf reagieren werden.

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