Die Vereinigten Staaten im Kulturkrieg

Das was sich derzeit in den Vereinigten Staaten abspielt ist ein Kulturkrieg. Die Gesellschaft ist Dank kulturmarxistischer Auswüchse zersplittert wie noch nie.

Von Marco Maier

Jahrzehntelang wurde der Mythos des „melting pots“ der Vereinigten Staaten aufrecht erhalten. Das „land of the free“ sollte ein Staat sein, in dem jeder Mensch unabhängig von Rasse, Herkunft, Glaube oder politischer Ausrichtung es vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen könne.

Das politische System, welches infolge des Mehrheitswahlrechts aus einem faktischen Zwei-Parteien-System basiert, machte es auch den Minderheiten möglich, sich aktiv in der Politik zu betätigen und in hohe Positionen aufzusteigen. Doch das Hauptproblem in der US-Politik liegt darin, dass es heutzutage offenbar wichtiger ist, welchem „Stamm“ man angehört, als welche politischen Positionen man vertritt.

Dieser „Neotribalismus“, der seit einigen Jahren um sich greift, betrifft jedoch nicht nur die ethnische Herkunft. Wie es René Scheu bereits im Februar in der „NZZ“ deutlich beschrieb, verlaufen heute die Frontlinien quer durch die Gesellschaft:

„Frauen gegen Männer. Schwarze gegen Weisse. Homos gegen Heteros. Transgender gegen Homos. Wer sich heute im Raum der veröffentlichten Meinung bewegt, gewinnt den Eindruck, dass ein veritabler Kulturkampf tobt. Dabei steht nicht mehr Partei gegen Partei, den Wettkampf politischer Ideen und Programme hat man längst aus den Augen verloren. Vielmehr ist es so, als wäre die Gesellschaft buchstäblich in verschiedene Stämme zerfallen. In welcher Sippe man sich wiederfindet, entscheidet man nicht selbst. Klar ist nur: Die neuen Kollektive stehen sich feindselig gegenüber.“

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Dabei beruft er sich auf das Buch „Wahnsinn der Massen“ von Doughlas Murray, der diese ganzen neuen Bruchlinien und den Irrsinn der kulturmarxistischen gesellschaftlichen Umbrüche darin thematisiert. So erklärt Scheu weiter:

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„Hier treffen wir nach Douglas Murray auf den theoretischen Kern der neuen Missionsbewegung. Menschen werden wie früher in einer Ständegesellschaft willkürlich in Klassen eingeteilt, die deren Wahrnehmung und Position innerhalb der Gesellschaft angeblich determinieren. Die neue moralische Hierarchie, die etabliert werden soll, beruht auf dem Prinzip der Opferwürde. Dabei wird moralisch aufgeladen, was nichts mit Moral zu tun hat – Merkmale, die nach liberalem Verständnis ebenso wenig kategorienbildend sein dürften wie Haar- oder Augenfarbe oder die Frage, ob ich die Musik von Beethoven oder von David Bowie lieber mag.“

Als Ergebnis kommt heraus, dass eine Frau „besser“ als ein Mann, nichtweiß „besser“ als weiß, homosexuell „besser“ als heterosexuell und transsexuell „besser“ als homosexuell sei. Insofern müsste in diesem neuen tribalistischen System eine schwarze Transgenderperson die moralische Superlative sein.

Und genau dieser neomarxistische Schwachsinn ist es, der auch zu diesen wahnsinnigen Auswüchsen infolge des Todes von George Floyd führte. Während vor allem Mitglieder der schwarzen Unterschicht zusammen mit diversen kriminellen Gangmitgliedern die Läden plündern, geht es den weißen Polizisten an den Kragen. Die „moralische Autorität“ der Minderheiten sorgt dafür, dass die weißen männlichen Polizisten nur noch als Sündenböcke taugen. Ob sie nun tatsächlich Rassisten sind oder nicht spielt hierbei keine Rolle. Alleine schon die Tatsache, dass ein weißer Polizist offenbar für den Tod eines schwarzen Kriminellen verantwortlich ist, genügt für die moralische Verurteilung.

Man muss sich nur einmal die Entwicklungen (die sich ja nicht nur auf die Vereinigten Staaten beschränken, sondern auch bereits in Europa um sich greifen) genauer betrachten. Ein Schwarzer darf einen Weißen als „Rassisten“ bezichtigen, doch ein Weißer darf einen schwarzen Rassisten nicht als solchen bezeichnen. Homosexuelle werfen gerne mit dem Begriff „Homophobie“ um sich, doch wenn sie sich gegen die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft wenden, darf man sie nicht als „heterophob“ bezeichnen.

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Diese ganzen Verwerfungen innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft, die von einflussreichen Minderheiten und willfährigen Massenmedien vorangetrieben werden, sorgen sukzessive dafür, dass die Vereinigten Staaten in Chaos, Anarchie und vielleicht sogar einen Bürgerkrieg versinken. All diese vielen Gruppen und Grüppchen werden volatile Zweckbündnisse eingehen, die ihnen opportun erscheinen um ihre „Rechte“ zu erhalten und zu sichern. In etwa so, wie die politische Linke in Deutschland oder Österreich beispielsweise die Muslime hofiert, obwohl der Islam als religiöse Ideologie diametral zu den „progressiven linken Werten“ steht.

Das was wir derzeit an Bildern aus verschiedenen US-amerikanischen Städten zu sehen bekommen, ist nur der Anfang. In den kommenden Jahren werden solche Unruhen wahrscheinlich zur Tagesordnung gehören, weil die Auflösung der bestehenden gesellschaftlichen Strukturen das Endziel darstellt.

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3 Kommentare

  1. Aus dem gut fundierten Artikel: „Alleine die Tatsache, daß ein weißer Polizist offenbar für den Tod eines schwarzen Kriminellen verantwortlich ist, genügt für die moralische Verurteilung“.
    Ein Beispiel der US-Lügenpresse: Michael J. Stern, 25 Jahre lang Bundesstaatsanwalt in Detroit & Los Angeles, kommentierte diese Woche in ‚USA TODAY‘ den Vorfall des in Atlanta, GA, von einem weißen Polizisten erschossenen Rayshard Brooks, nachdem der ‚National Enquirer‘ und die ‚Los Angeles Times‘ titelten: „Polizei in Atlanta ermordete schwarzen Mann wegen Trunkenheit“.
    M. J. Stern: „Brooks wurde nicht getötet weil er betrunken war. Fakt ist, Brooks wurde erschossen wegen Widerstands [ resisting arrest ], Angriff auf 2 Polizisten, Entwendung eines Tasers mit dem er einen Angriff auf den Polizisten vornahm, der daraufhin den Todesschuß abfeuerte.
    Atlantas Distriktstaatsanwalt, Paul Howard, informierte sofort die Presse über seine Mordanklage gegen den weißen Polizisten, obwohl die US-Standesorganisation der Rechtsanwälte verbietet, in dem Ermittlungsstadium derartige Erklärungen abzugeben welche in einem späteren Gerichtsverfahren die Jury negativ beeinflussen können. Später schob Howard nach, der weiße Polizist soll den toten Brooks getreten haben.
    Tatsache bleibt, Brooks wurde erschossen weil er versuchte den Polizisten zu töten um dann mit dessen Dienstwaffe weitere Straftaten begehen zu können. Es gibt keinen Grund, den weißen Polizisten des Mordes zu beschuldigen, nur weil er Brooks kein Taxi gerufen hat . . .“
    Die gewaltsamen Ausschreitungen, wie im Falle Floyd, stehen in krasser Disproposition zu den Vorfällen.

  2. Der Vorhang ist gefallen. Die retuschierte, weg geleugnete , aber dennoch existente Hirnlosigkeit quer durch die Bank aller Ethnien tritt an die Oberfläche. Je nachdem ob Monster oder Flachzange oder Banause mit Doktorat auf ihre entsprechende Art und Weise.
    Drama:
    Schwarze schaden Schwarzen, die mit solchen Untermenschen, die auf anderen herumtrampeln und drauflos schlachten nichts gemeinsam haben.
    Der Schaden irreparabel, weil sich bei Leuten, die nicht differenzieren können, Vorbehalte gegenüber Hautfarben einnisten und festsetzen.

  3. Der Witz ist doch, daß Polizei und Militär die demokratische Partei nicht wirklich lieb haben. Wer hört schon gerne ACAB „All Cobs are Bastards“?
    Im Zweifelsfalle für Konservativen.

    Mir ist unklar, wer an einer solchen Zerstückelung Interesse haben kann?

    Gestern war die Meldung, daß Galeria Kaufhof und Karstadt viele Standorte schließen werden. Denkt denn niemand an die Anbieter, Produzenten, Lieferanten, Zulieferer der Kleidungs- und Haushaltswaren-Industrie? Dem dämlichen Presse-Kartell ist gestern das Pferd unterm Arsch weggeschossen worden und es klammert sich an Mindestlohn, Corona-App und Merkel?

    Ich glaub’s einfach nicht.

    Profiteure der Angst – Das Geschäft mit der Schweinegippe
    Arte Doku
    Der Lobbyistenclub RKI ist enttarnt und dann machen sie dasselbe wieder.

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