Die Ursache der Spannungen zwischen China und Indien

Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, sagte: „Ein positiver Konsens“ über die Lösung des jüngsten Grenzproblems wurde nach „effektiver Kommunikation“ über diplomatische und militärische Kanäle erzielt. Neu-Delhi sagte, die beiden Länder hätten vereinbart, das Aufflammen der Grenze nach einem hochrangigen Treffen zwischen Armeekommandanten „friedlich zu lösen“. Der indische Premierminister Narendra Modi und der chinesische Führer Xi Jinping hatten in den vergangenen zwei Jahren versucht, die Spannungen auf den Gipfeln abzubauen, als sie sich darauf einigten, die Grenzkommunikation zwischen ihren Militärs zu verbessern.

Über ihre 3.500 Kilometer lange Grenze, die nie richtig festgelegt wurde, kommt es regelmäßig zu Spannungen zwischen den beiden Regionalmächten. Tausende von Truppen der beiden mit Atomwaffen bewaffneten Nachbarn waren seit Mai an der jüngsten Begegnung in der an Tibet angrenzenden indischen Region Ladakh beteiligt – bevor es in den letzten Tagen Anzeichen dafür gab, dass eine Resolution in Sicht war.

Das jüngste Problem trat auf, als Indien seine Position in dem umstrittenen Gebiet von Ladakh festigte, das Indien am 5. August 2019 einseitig in sein Gebiet der Union aufgenommen hatte. Im Gegensatz dazu war es ein anerkanntes umstrittenes Gebiet, und beide Länder hatten einen Anspruch auf das Gebiet. Indien betrat und baute illegal Verteidigungsanlagen über die Grenze auf chinesischem Territorium in der Region Galwan-Tal, so dass den chinesischen Grenztruppen keine andere Wahl blieb, als die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Indien will im umstrittenen Gebiet einen Luftwaffenstützpunkt errichten.

Es ist erwähnenswert, dass im Rahmen eines Verteidigungsabkommens zwischen den USA und Indien beide Länder Zugang zu den Militärbasen des jeweils anderen haben und das Recht haben, diese in kriegsähnlichen Situationen zu nutzen. Es war eine direkte Bedrohung für China, wenn Amerikaner die Ladakh Airbase gegen China einsetzen würden. Dies war das unmittelbare Anliegen der chinesischen Seite und ließ keine Möglichkeit übrig, außer die Bauarbeiten auf dem umstrittenen Gebiet einzustellen.

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Eine Analyse von Zamir Awan.

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2 Kommentare

  1. Die Inder sollten froh sein, dass die Chinesen sie nicht überrollen. Indien kann kaum China militärisch mithalten.
    Dass Indien der USA hier strategisch hilft, ist wieder ein Beleg, dass manche aus Fehlern nicht lernen.

  2. Wer weiß, wo die nächste Erruption stattfindet? Bestimmt nicht da, wo alle hingucken. Die Chinesen sind ziemlich übergriffig und der neue Mao ist gefährlich.
    Ich glaube nicht, daß Donald Trump einen Krieg mit China führen will. Ich glaube aber, daß er fest im Sattel sitzt.

    Vielleicht sollten wir Kim Jong un um Asyl fragen? Wetten doch?
    Arte-Doku „Have Fun in Pjöngjang“, und das ist nicht zu viel versprochen.

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