„Der Westen glaubt fälschlicherweise, dass die Welt von Washington aus regiert werden kann“

„Die wichtigste Lehre aus der Vergangenheit ist, dass wenn ein Land versucht, die Welt allein zu regieren, dies zweifellos zu einer Katastrophe führen wird.“

Von Redaktion

Viele westliche Politiker glauben fälschlicherweise, dass die ganze Welt von Washington aus regiert werden kann, sagte der Direktor des russischen Auswärtigen Geheimdienstes und Vorsitzende der Russischen Historischen Gesellschaft, Sergei Naryshkin, in einem Interview mit der BBC am Freitag, wie TASS berichtet.

„Ich denke, einige Politiker im Westen hatten falsche Erwartungen. Sie hatten das Gefühl, dass die Welt von einem Zentrum aus regiert werden könnte – Washington“, sagte er. „Die wichtigste Lehre aus der Vergangenheit ist, dass wenn ein Land versucht, die Welt allein zu regieren, dies zweifellos in einer Katastrophe enden wird.“

Er erinnerte an die Lektionen des Zweiten Weltkriegs und machte auf die anhaltenden Versuche aufmerksam, die öffentliche Meinung über Kriegsereignisse zu verzerren.

Laut Naryshkin glauben viele junge Leute aus westlichen Ländern, dass die Vereinigten Staaten allein Nazideutschland besiegt und Europa befreit haben.

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Am 8. Mai veröffentlichte das Weiße Haus auf Instagram ein Video von US-Präsident Donald Trump, der einen Kranz auf ein Denkmal des Zweiten Weltkriegs legte. In der Inschrift stand, dass die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich den Nationalsozialismus am 8. Mai 1945 besiegt hatten.

Am 10. Mai erklärte das russische Außenministerium, Russland sei empört über die Versuche der USA, den Beitrag der Sowjetunion zum Sieg über Nazideutschland herabzusetzen, und werde ernsthafte Diskussionen mit US-Beamten über das Thema führen.

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Ein Kommentar

  1. Das ist alles empörend.

    Es gab die Komintern, die Agenten nach Italien und Deutschland sandte und Aufruhr schürte. Ich will damit nicht sagen, es habe keine sozialen Spannungen zwischen Arm und Reich gegeben, aber Tatsache ist, die Straßen waren geflutet mit roten Fahnen und dem Ruf nach einem Anschluß Deutschlands an die Sowjetunion. Die Intellektuellenszene spielte mit. Die Deutschen bekamen Angst, auch wegen der Verbrechen Stalins in der Ukraine, in der 7 Mill. Menschen ihr Leben verloren.
    Das steht nicht nur in den Geschichtsbüchern, von den Umzügen haben mir auch meine Vorfahren berichtet.
    Die besitzende Klasse bekam Angst vor Enteignung und gemeinsam mit dem Vatikan steuerte sie dagegen.
    Zudem gab’s schon in der frühen Weimarer Republik den Plan, die „Kleinstaaterei“ aufzugeben und die Paneuropa-Union zu schaffen. Protagonisten kamen auch aus der SPD. Da sind Filmdokumente.
    Der „Führer“ griff den Gedanken auf und führte Krieg. Der Kriegsgrund war Pan-Europa, eine Großraumwirtschaft mit Einheitswährung auf Basis der Reichsmark. Gibt’s einen besseren?
    Halbe Wahrheiten sind manchmal besser als ganze Unwahrheiten:

    https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-europalexikon/177182/paneuropa-union

    Die USA und die Sowjetunion haben Deutschland besiegt, aber nicht die Idee. Die wurde gleich nach dem Krieg wieder aufgegriffen mit der Montanunion.

    Das war alles Strippenzieherei, die in den Krieg geführt hat. Und die USA mischten kräftig mit.

    Als Bill Clinton die Geheimniskrämerei um den 2. WK aufgab und die Akten frei, ging die von allen möglichen Tageszeitungen vielbeschäftigte linke Journalisten Eva Schweitzer in die amerikanische Asservatenkammer und schrieb ein Buch über die Entdeckungen. „Amerika und der Holocaust“.
    Das Buch ist von 3Sat mit dem Preis „Buch des Monats“ ausgezeichnet worden und keiner will es lesen.

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