2020 – der Anfang vom Ende?

Das Jahr 2020 beginnt nicht gerade gut. Wir sehen immer mehr Krisen und Probleme heraufziehen. Covid-19, Korea, China, USA, Iran…

Von Marco Maier

Die erste Hälfte des Jahres 2020 ist beinahe herum. Was haben wir bislang gesehen? Eine Welt, die in den Abgrund taumelt (bzw. dorthin taumeln gelassen wird).

Zuerst kommt die große Panik wegen „Covid-19“. Eine Krankheit, die vom Sars-CoV-2-Virus ausgelöst wird und sich mittlerweile als nicht viel tödlicher als die Grippe herausstellt. Dennoch agiert man mit übertriebenen Gegenmaßnahmen, welche die Realwirtschaft strangulieren – und vor allem den großen Online-Händlern zugute kommen.

Auch wenn die Börsen sich davon noch unbeeindruckt zeigen, weil die Zentralbanken Unsummen hinausschaufeln, so zeigt sich ein enormer Abschwung, der vor allem die breite Masse der Menschen trifft. Das hat Rebellionspotential, welches gewisse Kreise bereits in den Vereinigten Staaten voll ausnutzen. Dort ist gerade eine Farbrevolution in Arbeit.

Innenpolitisch faktisch handlungsunfähig und wegen den Covid-Fällen auf vielen Flugzeugträgern und Kriegsschiffen auch militärisch nicht voll einsatzfähig, setzt man in Washington jedoch weiterhin auf eine aggressive Rhetorik gegen China, Russland, Nordkorea, den Iran und Venezuela.

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Der Disput mit zwischen Washington und Peking verschärft sich, während sich die Truppen im Grenzgebiet zwischen China und Indien Scharmützel mit Toten liefern und Peking nicht nur Hongkong unter Kontrolle zu bringen versucht, sondern auch noch den Druck auf Taiwan erhöht und im Südchinesischen Meer seine Verteidigungslinie weiter ausbaut.

Nordkorea sprengte das Verbindungsbüro an der Grenze zu Südkorea in die Luft und drohte damit, Truppen in die Demilitarisierte Zone zu schicken. Der Iran testet neue Cruise Missiles und Russlands Präsident bewirbt die erweiterten Fähigkeiten des russischen Militärs.

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Und nicht nur das: Rund um Libyen und das östliche Mittelmeer wird es kritisch. Die Türkei arbeitet eng mit der von den UN anerkannten Regierung zusammen. Warum? Wegen den enormen Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer, welche Ankara selbst ausbeuten möchte. Dabei kommt man mit der EU in Konflikt, zumal vor allem Zypern eine recht große Exklusive Wirtschaftszone dort beansprucht.

Das hat genauso Konfliktpotential wie der Streit mit Griechenland um die Inseln und Grenzen. Ganz zu schweigen von den Migranten, die über die türkisch-griechische Grenze in die Europäische Union gelangen möchten. Dann gibt es noch das türkische Militärengagement in den benachbarten Ländern Syrien und Irak, wo vor allem kurdische Strukturen im Visier der türkischen Truppen liegen.

In all diesem Chaos reicht schon ein kleiner Funke, um eines dieser vielen Pulverfässer zu entzünden und so einen militärischen Konflikt globalen Ausmaßes zu entfachen. Die Entwicklungen in den restlichen sechs Monaten dieses Jahres werden wohl zeigen, in welche Richtung dies alles gehen wird.

Doch angesichts der Tatsache, dass eine Krise selten allein kommt und sich durch die Kombination mehrerer Krisen Weltkriege ergeben können, sollten wir gewarnt sein. Die Welt brennt, doch es gibt keine Feuerwehr. Wie lange wird es noch dauern, bis alles in Schutt und Asche liegt?

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