Westliche Banken erwarten neue Sanktionen gegen Russland

Westliche Banken erwarten neue Sanktionen gegen RusslandIm Herbst könnte Washington neue Sanktionen gegen Russland verhängen, so Erwartungen von westlichen Banken.

Von Redaktion

Während sich die US-Präsidentschaftswahlen nähern, könnte Washington Russland neue Sanktionen auferlegen, sagte das Institute of International Finance (IIF). Russland verfolgt jedoch seit Jahren eine konservative Wirtschaftspolitik und ist auch in der Krise auf neue Beschränkungen vorbereitet, schrieb Izvestia unter Berufung auf Experten.

Sanktionen gegen Russland werden kaum im Mittelpunkt der US-Präsidentschaftskampagne wie 2016 stehen, sagte Alexander Deryugin, Experte an der russischen Präsidentenakademie für Volkswirtschaft und öffentliche Verwaltung. Selbst wenn die USA weitere Beschränkungen einführen, werden sie nicht zu schädlich sein, da Washington keinen Grund hat, ernsthafte Sanktionen zu verhängen. Andererseits stellen Beschränkungen gegen China eine erhebliche Bedrohung für die russische Wirtschaft dar.

Deryugin ist zuversichtlich, dass Debatten darüber, wer für die Coronavirus-Pandemie verantwortlich ist, das Hauptinstrument der US-Präsidentschaftskampagne sein werden. Alle Sanktionen gegen China könnten sich als beispiellos hart herausstellen und der russischen Wirtschaft einen Schlag versetzen, da China Moskaus wichtigster Handelspartner ist, erklärte der Experte.

In der Zwischenzeit weisen IIF-Analysten darauf hin, dass russische Staatsanleihen im Vergleich zu Anleihen anderer Entwicklungsländer wie Mexiko, Indien, Brasilien, Südafrika und der Türkei zu einem „sicheren Hafen“ für Anleger geworden sind.

Loading...

Russische Bundesanleihen sehen in der Tat sehr attraktiv aus, stellte Chief Analyst bei BCS-Premier Anton Pokatovich fest. Darüber hinaus wird das Interesse der Anleger an diesen Vermögenswerten in naher Zukunft zunehmen, da die russische Zentralbank den Leitzins wahrscheinlich weiter senken wird.

Ein niedriger Leitzins wird die Bemühungen zur Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit erleichtern, was die Attraktivität des russischen Marktes erhöhen wird, sagte der Freedom Finance-Experte Georgy Vaschtschenko. Seiner Ansicht nach besteht die Hauptbedrohung in einem schwächeren Rubel. Die derzeitige makroökonomische Situation wird es Russland jedoch ermöglichen, Export-, Schulden- und geopolitische Risiken zu überwinden, die Schlüsselfaktoren für die Bestimmung des Wertes der Landeswährung sind.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.