Venezuela: Guaido verliert Unterstützung

Der gescheiterte Putschversuch vor wenigen Tagen sorgt dafür, dass Juan Guaido immer mehr an Unterstützung verliert. Niemand mag einen „loser“ als Führer. Weder in Venezuela, noch in den Vereinigten Staaten.

Von Redaktion

Aufgrund des Skandals, der durch den gescheiterten Putsch gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro mit Hilfe kolumbianischer Milizionäre und US-amerikanischer Söldner verursacht wurde, könnte der Führer der venezolanischen Opposition Juan Guaido das Vertrauen der venezolanischen Bürger und die Unterstützung internationaler Spieler verlieren, so die von Izvestia befragten Experten.

Die Zeitung behauptet, dass Guaidos Position selbst in Washington inzwischen prekär ist. Immerhin entpuppte sich der seit Jahren von US-Gruppen unterstützte Oppositionelle als unfähig, die linksgerichtete Regierung von Präsident Maduro zu stürzen, obwohl sich das Land in einer anhaltenden wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Krise befindet.

Während der für den 3. Mai geplanten gescheiterten Operation versuchten amerikanische Auftragnehmer und kolumbianische Militante, auf dem Seeweg nach Venezuela einzureisen, Caracas zu erreichen, Maduro zu entführen und ihn in die USA zu bringen. Die Berater von Guaido, Sergio Vergara und Juan Jose Rendon, gehörten zu den wichtigsten Parteien der inszenierten Operation, wie Maduro enthüllte. Sie mussten zurücktreten.

Seitdem hat der venezolanische Oppositionsführer seit dem gescheiterten Staatsstreich nicht mehr mit der Presse gesprochen. Offenbar ist ihm klar geworden, dass sich sein Stern weiter im Sinkflug befindet.

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Ronal Rodriguez, ein kolumbianischer politischer Analyst, sagte Izvestia, dass Guaido angesichts einer autoritären Macht gezwungen sei, die gleichen Mittel wie das Regime einzusetzen. Doch auf diese Weise delegitimiere er seine eigenen demokratischen Ansprüche.

Der Experte ging davon aus, dass die USA, Kolumbien und einige europäische Staaten, die zuvor ihre Unterstützung für Guaido zum Ausdruck gebracht hatten, ihn nach diesem Putschversuch möglicherweise verlassen würden, da der Aufbau von Demokratie durch bewaffnete Intervention gegen die Normen des Völkerrechts verstößt.

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Jesus Castello Molleda, ein politischer Analyst an der venezolanischen Universität von Rafael Urdaneta, sagte Izvestia auch, dass Guaidos Image gelitten habe, da er nicht in der gleichen Weise wie seine Anhänger gehandelt habe.

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