Russland und China bieten eine Chance für eine andere Zukunft

Die siegreichen verbündeten Länder aus dem Zweiten Weltkrieg feierten kürzlich den 75. Jahrestag des Abschlusses der Kämpfe in Europa, als Deutschland kapitulierte. Die asiatische Phase des Krieges sollte weitere drei Monate andauern, bis die US-Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki (bei denen zwei verschiedene Arten von Atombomben für Zwecke der Praxis eingesetzt wurden, die Japaner hatten bereits Monate zuvor angeboten, sich zu ergeben) Japans bedingungslose Kapitulation erzwangen.

Das Gedenken an das Ende der europäischen Kriegsphase zeichnete sich durch ein herausragendes Merkmal aus. US-Präsident Donald Trump verwies in seiner Rede am 9. Mai 2020 auf den „großen Sieg der USA und Großbritanniens“ über Deutschland.

Er ignorierte Russland fleißig bei seiner Kennzeichnung des Anlasses. Während es verlockend ist, Trumps Rede auf seinen berüchtigten Mangel an Wissen und Interesse an Geschichte jenseits der Grenzen und des Engagements der USA zurückzuführen, ist der wahrscheinlichere Grund, dass es eine sorgfältige Beleidigung Russlands war.

Ein Teil der Tragödie des modernen Amerikas ist, dass die Mehrheit seiner Bevölkerung laut lokalen Umfragen nichts Falsches an Trumps Rede sah. Alle Erwachsenen in den USA sind mit einer strikten Diät in Hollywoods Version der Geschichte aufgewachsen. In dieser Version wurde der Großteil der Kämpfe vom US-Militär durchgeführt. Andere Länder werden nur selten erwähnt, und dann nur in unterstützenden Rollen. An diesem 75. Jahrestag lohnt es sich, einige wichtige Fakten in Erinnerung zu rufen.

Ungefähr 80 Prozent der europäischen Kriegsphase wurden zwischen Russland und Deutschland ausgetragen. Die russischen Verluste in der Schlacht von Stalingrad (wie es damals war) ereigneten sich über einen Zeitraum von ungefähr acht Monaten. Die russischen Verluste in dieser Schlacht waren größer als jene der USA und Großbritanniens im gesamten Krieg zusammen (sechs Jahre im Fall Großbritanniens und viereinhalb Jahre für die Amerikaner).

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Eine Analyse von James O’Neill.

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Ein Kommentar

  1. Rußland vielleicht, China gewiß nicht.

    Ich empfehle die ARD-Doku Multiresistente Keime – Tödliche Supererreger aus Pharmafabriken. Man findet sich schnell zurecht – und viele weitere Dokus zum Thema Superreger, jedoch nicht zu China. Denn über China hängt ein Nachrichtenverbot.

    Das 2009 von einem chinesischen Dissidenten umgangen worden ist. Bilder aus China:

    Amazing Pictures, Pollution in China | ChinaHush
    http://www.chinahush.com/2009/10/21/amazing-pictures-pollution-in-china/

    Wer die Bilder gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen – und sollte sich fragen, ob wir mit dem Chinahandel nicht so genau das, was nicht so genau untersucht wird, importieren, z.B. auch die Kinderarbeit für Steve Jobs, das Lohndumping, das eine Folge des übersättigten Marktes ist, die Verfolgung der Falun Gong, den Organhandel usw.

    Rußland ist o.K, aber bitte nicht China!

    Wir werden übrigens über die Despotengestalt Kim Jong-il beschwindelt. Man schaue die Arte-Doku Have Fun in Pjöngjang. China und Nordkorea sind wie Hölle und Himmel.
    Daß Kim Jong-il Raketentests macht, scheint mir der Abschreckung zu dienen. Die Nordkoreaner sind zufrieden, und welches Recht haben wir, uns da einzumischen? Hat irgendwer Lager für Dissidenten je gesehen? Ich will nicht behaupten, daß es sie nicht gäbe, aber bis dato haben die ihre Wurzeln bloß in der Presse.

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