Nord Stream 2 hat weiterhin die Unterstützung Berlins

Trotz des anhaltenden Drucks Washingtons und eingefleischter Transatlantiker in Deutschland selbst, hält die Bundesregierung an Nord Stream 2 fest.

Von Redaktion

Die deutsche Bundesregierung steht dem Nord Stream 2-Projekt weiterhin positiv gegenüber, erwartet dessen Fertigstellung und wird die daran beteiligten Unternehmen weiterhin politisch unterstützen, heißt es in der am Montag auf ihrer Website veröffentlichten Erklärung.

Laut Aussage bewertet die Bundesregierung das Nord Stream 2-Projekt weiterhin positiv. Aus seiner Sicht handelt es sich in erster Linie um ein kommerzielles Projekt. Der Regierung ist derzeit nicht bekannt, wie das Projekt technisch umgesetzt wird, sie geht jedoch davon aus, dass Nord Stream 2 bald schon abgeschlossen sein wird.

Die Regierung werde die an dem Projekt beteiligten Unternehmen weiterhin politisch unterstützen, heißt es in der Erklärung, zumal der Druck durch Washington und Transatlantiker in den eigenen politischen Reihen weiterhin stark ist. Washington schreckt dabei auch nicht davor zurück, dem „Verbündeten“ mit scharfen Sanktionen zu drohen, nur um das mittels Fracking gewonnene Schiefergas in Europa verkaufen zu können.

Die deutschen Behörden glauben nicht, dass eine Verlangsamung des Pipelinebaus die Energiesicherheit Deutschlands gefährdet. Berlin erklärte dabei allerdings erneut, dass sie die extraterritorialen Sanktionen der USA gegen Nord Stream 2 grundsätzlich ablehnen, beabsichtigen jedoch nicht, Washington die Verlangsamung des Projekts in Rechnung zu stellen.

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Nord Stream 2 umfasst zwei Pipelines einer Gasleitung mit einer Gesamtkapazität von 55 Mrd. Kubikmetern Gas pro Jahr, die von der russischen Küste über die Ostsee nach Deutschland verlegt wird. Die europäischen Partner von Gazprom sind German Uniper und Wintershall, Austrian OMV, French Engie und Anglo-Dutch Shell.

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Die im Bau befindliche Pipeline umgeht bisherige Transitländer – die Ukraine, Weißrussland, Polen und andere osteuropäische und baltische Staaten – durch die ausschließlichen Wirtschaftszonen und Hoheitsgewässer Russlands, Finnlands, Schwedens, Dänemarks und Deutschlands.

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