Handelskrieg zwischen den USA und China bedroht die Weltwirtschaft

Die wachsende Konfrontation zwischen den USA und China und der sich ausweitende Handelskrieg stellen eine Bedrohung für die wirtschaftliche Erholung der Weltwirtschaft dar.

Von Redaktion

Der stetig zunehmende Handelskrieg zwischen den USA und China wird die Erholung der Weltwirtschaft nach der COVID-19-Pandemie verzögern, prognostizierten Analysten von Izvestia. Laut einer Umfrage der Bank of America werden die Beziehungen zwischen den beiden Ländern bis zu den US-Präsidentschaftswahlen im November in Konflikt geraten.

US-Senatoren haben eine Gesetzesvorlage in Vorbereitung, um Sanktionen gegen China zu verhängen. Im Falle einer Annahme werden US-Unternehmen den Prozess der Verlagerung der Produktion von China in andere Länder verstärken, so Experten. Auch Russland werde aufgrund der anhaltenden Sanktionen der USA und der EU nicht davon profitieren können, schrieb Izvestia.

Die Mehrheit der von der Zeitung befragten Experten glaubt, dass sich der Disput zwischen den USA und China näher an den Wahlen im November verstärken wird, andere sagten jedoch, dass eine Eskalation in diesem Monat zu erwarten sei.

Für die Vereinigten Staaten selbst wäre es wirtschaftlich vorteilhaft, die Produktion aus China nach Hause zu verlagern, sagte Ekaterina Novikova von der REU gegenüber Izvestia. Aufgrund der Pandemie war das Land auf seinem Boden mit einer Welle von Unternehmensstillständen konfrontiert, die zu einem Rekordanstieg der Zahl der Arbeitslosen führte – bis zu 22 Millionen Menschen. Höchstwahrscheinlich wird die Produktion jedoch in andere Länder in Südostasien, sowie nach Lateinamerika verlagert, so die Kommentatoren.

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Das Verlassen des chinesischen Marktes kann für US-Unternehmen extrem teuer sein, da sie Zeit für den Aufbau von Logistikverbindungen und Vertriebskanälen aufwenden müssen, sagte Alexey Antonov von Alor Broker gegenüber der Zeitung. Der Transfer von Anlagen kann viele Wirtschaftszweige betreffen, insbesondere den Bereich der IT-Technologien, sagte Alexandra Falkova, Portfoliomanagerin bei Sberbank Asset Management.

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Russland wird eher durch den Handelskrieg verlieren. Eine verschärfte Konfrontation zwischen den beiden größten Volkswirtschaften würde die fragile Erholung nach der Krise schwächen, warnte der Chefökonom der Sovcombank Kirill Sokolov Izvestia. Die Verschärfung der geopolitischen Konfrontation zwischen Amerika und China würde sich nach seiner Ansicht negativ auf den Ölpreis, den russischen Aktienmarkt und den Rubel-Wechselkurs auswirken.

Experten zufolge ist eine Verlagerung der Produktion von China nach Russland aufgrund der von den USA und der Europäischen Union gegen Russland verhängten Sanktionen unwahrscheinlich.

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