Wegen Covid-19: Frontex wird ausgedünnt

Deutschland hat einen Teil der Polizisten die bei Frontex im Einsatz sind zurückgeholt. Die EU-Außengrenzen werden wieder löchriger.

Von Redaktion

Die Kontrolle der EU-Außengrenzen durch die EU-Grenzagentur Frontex ist in der Folge der Corona-Pandemie deutlich ausgedünnt worden. Damit wird der ohnehin schon nur rudimentäre Grenzschutz noch weiter durchlöchert.

„Deutschland hat in enger Abstimmung mit Frontex und den jeweiligen Einsatzmitgliedstaaten ab Mitte März 2020 begonnen, Einsatzkräfte sukzessive aus Italien, Spanien, Bulgarien und Albanien zurückzuholen“, heißt es in einer der „Rheinischen Post“ vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken. Schwerpunktmaßnahmen zu Land und in der Luft wurden außerhalb Griechenlands „bis auf weiteres ausgesetzt“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Die Linke begrüßte die Entscheidung und verlangte, sie als „Chance zur Neubestimmung der EU-Migrationspolitik“ zu begreifen. „Die Kritik einer Festung Europa gehört zur DNA unserer Partei, wir fordern deshalb die Auflösung der EU-Grenzagentur“, sagte der europapolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Andrej Hunko.

Kritiker monieren jedoch, dass es so bereits mit dem Coronavirus Infizierten von außerhalb Europas leichter fällt, das Territorium der Europäischen Union zu betreten und somit auch nach Deutschland weiterzureisen. Deshalb sei diese Aktion äußerst kontraproduktiv.

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