Was ist, wenn der ganze Lockdown ein großer Fehler war?

Von Kalifornien bis New Jersey protestieren die Amerikaner auf den Straßen. Sie fordern ein Ende des von Regierungsbeamten verhängten Hausarrests wegen eines Virusausbruchs, der selbst nach den jüngsten Zahlen der US-Regierung weniger Menschenleben fordern wird als der Ausbruch der saisonalen Grippe 2017-2018.

Von Ron Paul / Antikrieg

Überall in den USA sind Millionen von Unternehmen auf “Executive Order” (Anordnung der Exekutive) geschlossen worden, und die Arbeitslosenquote ist auf ein seit der Großen Depression nicht mehr gesehenes Niveau angestiegen. Die Amerikaner, deren Reallöhne dank des monetären Fehlverhaltens der Federal Reserve gesunken sind, sehen sich in die Armut gedrängt und stehen am Existenzminimum. Es ist wie in einem Horrorfilm, aber es ist real.

Letzte Woche warnte der UN-Generalsekretär, dass eine globale Rezession infolge der weltweiten Coronavirus-Sperre “Hunderttausende zusätzlicher Todesfälle bei Kindern pro Jahr” verursachen könnte. Bislang wurde berichtet, dass weltweit weniger als 170.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben sind.

Viele Amerikaner sind im vergangenen Monat ebenfalls gestorben, weil sie nicht in der Lage waren, die benötigte medizinische Versorgung zu erhalten. Krebsbehandlungen sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Lebensrettende Operationen wurden verschoben, um Platz für Coronavirus-Fälle zu schaffen. Unterdessen entlassen die Krankenhäuser Tausende von Mitarbeitern, weil die erwarteten Fälle von Coronaviren nicht eingetreten sind und die Krankenhäuser teilweise leer stehen.

Was ist, wenn die “Heilung” schlimmer ist als die Krankheit?

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Ländern wie Schweden, die ihre Wirtschaft nicht abgeschottet und die Bevölkerung unter Hausarrest gestellt haben, geht es nicht schlechter als Ländern, die dies getan haben. Die Zahl der Todesfälle pro einer Million Einwohner durch das Coronavirus ist in Schweden niedriger als in vielen Ländern, in denen die Bevölkerung unter Hausarrest gestellt wurde.

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Auch US-Bundesstaaten, die Bürger nicht wegen bloßer Strandspaziergänge verhaftet haben, stehen nicht schlechter da als jene, die dies taten. Die Gouverneurin von South Dakota Kristi Noem sagte letzte Woche: “Wir konnten unsere Geschäfte offen halten und den Menschen erlauben, etwas persönliche Verantwortung zu übernehmen.” South Dakota hat insgesamt sieben Coronavirus-Todesfälle zu verzeichnen.

Kentucky, ein Bundesstaat mit strikter Abriegelung, ist fünfmal bevölkerungsreicher als South Dakota, hat jedoch etwa 20-mal mehr Coronavirus-Todesfälle zu verzeichnen. Wenn Abriegelung und Hausarrest die Antwort sind, sollten diese Zahlen dann nicht umgekehrt sein, indem South Dakota einen Massentod erleidet, während Kentucky der Coronavirus-Kugel entkommt?

Als Anthony Fauci zum ersten Mal davor warnte, dass zwei Millionen Menschen sterben würden, gab es einen Wettlauf zwischen Beamten auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene, wer am schnellsten die Verfassung zerreißen könnte. Dann sagte uns Fauci, wenn wir tun, was er sagt, würden nur eine Viertelmillion Menschen sterben. Sie sperrten Amerika noch härter ein. Dann verkündeten sie mit kaum mehr als einem Achselzucken, dass maximal 60.000 sterben würden, vielleicht aber auch weniger. Das ist sicherlich schrecklich, aber das entspricht lediglich einer durchschnittlichen Grippesaison.

Stellen Sie sich vor, wir hätten nur einen Bruchteil der Mittel, die wir dafür verwendet haben, um die gesamte Bevölkerung einzusperren, auf die Bereitstellung von Hilfe und Schutz für die Schwächsten – ältere Menschen und Menschen mit schweren Krankheiten – konzentriert. Wir hätten diese Menschen schützen können und hätten immer noch eine Wirtschaft, zu der wir zurückkehren könnten, wenn das Virus seinen Lauf genommen hat. Und es hätte uns auch nicht sechs Billionen Dollar gekostet.

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Regierungen haben weder das Recht noch die Autorität, uns zu sagen, welche Geschäfte oder andere Aktivitäten “wesentlich” sind. Nur in totalitären Staaten beansprucht die Regierung diese Autorität. Wir sollten all jene ermutigen, die friedlich aufstehen und von ihren gewählten Führern Rechenschaft verlangen. Diese sollten nicht ungestraft davonkommen.

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3 Kommentare

  1. Zitat: „Regierungen haben weder das Recht noch die Autorität, uns zu sagen, welche Geschäfte oder andere Aktivitäten „wesentlich“ sind. Nur in totalitären Staaten beansprucht die Regierung diese Autorität.“
    Seht ihr, wir leben in einer kommunistischen Diktatur. Buchtipp: „Die vereinigten Staaten von Europa“, von Oliver Janich.
    Und das erstaunlichste daran ist, dass die Mehrheit noch immer FREIWILLIG bei jeder Gelegenheit in die nächste Wahlzelle läuft, um noch mehr Unterdrückung zu fordern. Die Demokratie selbst ist eine Diktatur. Und zwar der Dümmsten!

  2. Es ist wirklich gut, dass es die Gegenstrategie von Schweden gibt. Es besteht die nicht unbegründete Hoffnung, dass es in Schweden spätestens ab Mitte bis Ende Mai die „Herdenimmunität“ in der Bevölkerung geben wird, während alle anderen Länder in weiterer großer Angst vor einer angeblichen 2. Welle von Infektionen weiterhin freiheitliche Aktivitäten und wirtschaftliche Prosperität einhegen und abwürgen werden. Am Ende beider Vorgehensweisen wird es in Schweden prozentual zur Bevölkerungszahl nicht mehr Tote gegeben haben, aber die Wirtschaft und damit auch die soziale Situation von Millionen von Schweden wurde wenigstens nicht schwerstens geschädigt. In ca. sechs Monaten muss sich die herrschende Nomenklatura für den angerichteten Super-mega-gau, der erst noch wahrnehmbar wird, ohne wenn und aber konsequent verantworten und in Schimpf und Schande von den staatlichen Futtertrögen verjagt werden.

  3. Social distancing. Reisebeschränkungen, Ausgangssperren und weiterer autoritärer Unsinn wie weithin bekannte Beispiele wie Handhygiene, Maskentragen, Schulschließungen und letztlich der Lockdown fast der gesamten Wirtschaft. Im Zuge der COVID-19-Krise sind mehr als 50% der Weltbevölkerung von WHO-empfohlenen Maßnahmen betroffen, für deren Wirksamkeit es laut WHO-Bericht vom Oktober 2019 wenig bis keine wissenschaftlichen Belege gibt.
    Zu den Kollateralschäden dieser vorwiegend nicht-pharmazeutischen Maßnahmen zählen eine globale Wirtschaftskrise, die eine halbe Milliarde Menschen in Armut stoßen könnte, sowie die massivsten Einschnitte in die Meinungs- und Versammlungsfreiheit der vergangenen Jahrzehnte. Wer andeutet, dass die Rosskur schlimmer sein könnte als die Virenkrankheit, der wird, wo nicht direkt zum Schweigen gebracht, konsequent übertönt oder diskreditiert, während der neuentdeckte Endzweck allen staatlichen Handelns, Lebensverlängerung, nahezu alle Mittel heiligt.
    Am Ende wird man feststellen, COVID-19 war von der Mortalitätsrate her nicht mehr als eine anständige Grippewelle, aber wirtschaftlich und sozial der Super-mega-gau. Der bedingungslose Schutz von vorwiegend altem und kranken Menschenleben hat eben nicht den absoluten Vorrang vor allem. Gerontologische, demente Politiker und ihre Mainstream verblödeten Anhänger werden das aber niemals einsehen und in gleicher Situation vermutlich wieder so handeln. An die noch klar denken können, der gekaufte Wissenschafts- und der degenerierte Politdreck al´a Merkel müssen endlich weg. Schwedens Gegenstrategie wird es beweisen.

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