Russlands Zentralbank verwirft Gold zugunsten des Dollars

Um aufgrund sinkender Exporteinnahmen genügend Devisenreserven zu haben, exportiert Russland verstärkt Gold. Damit soll die wirtschaftliche Stabilität gefördert werden.

Von Redaktion

Der inländische Großabnehmer von Gold, die Bank von Russland, hat einen großflächigen Export des Edelmetalls gefördert, was den Banken günstigere Konditionen bietet. Die Regulierungsbehörde reduzierte und setzte dann Goldkäufe für staatliche Reserven aus. Experten führen dies auf eine wachsende Nachfrage nach Fremdwährungen zurück, schreibt Nezavisimaya Gazeta.

Im vergangenen Jahr haben sich die Goldexporte laut russischer Zollstatistik um das Siebenfache und das Achtfache des Preises erhöht. Von Januar bis Februar exportierte Russland rund 17 Tonnen Gold in Höhe von fast 854 Millionen US-Dollar, und das Vereinigte Königreich erhielt fast 90 Prozent dieses Volumens.

Experten sagen jedoch, dass die Quarantänebeschränkungen diesen Exporten einen Schlag versetzen könnten. Die Union der Goldproduzenten Russlands fordert das Finanzministerium auf, Mittel für die Auffüllung des Staatsfonds bereitzustellen, um den Sektor zu retten.

Nach Angaben der Union hat Russland in den Jahren 2015-2019 die Goldproduktion gesteigert und „zum sechsten Mal in Folge den dritten Platz in Bezug auf die Goldproduktion weltweit gesichert“. Im Jahr 2015 produzierte Russland 255 Tonnen Gold und im Jahr 2019 erreichte seine Produktion 329,5 Tonnen.

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Zum 1. Januar 2020 verfügte die Bank von Russland über 2.271,3 Tonnen Goldreserven, teilte der Vorsitzende der Union der Goldproduzenten, Sergei Kashuba, der Zeitung mit. Seit dem 1. April 2020 hat die Regulierungsbehörde jedoch den Kauf von Gold auf dem Inlandsmarkt eingestellt, was den russischen Goldproduktionssektor „in die Schwebe“ brachte.

Der Finanzanalyst bei BCS Premier Sergei Deineka sieht die Schritte der Regulierungsbehörde als sehr pragmatisch an. „Die Treiber der Goldexporte sind die Preise angesichts der gestiegenen Nachfrage nach dem Metall und die Notwendigkeit, die sinkenden Exporteinnahmen auszugleichen“, stellte er fest.

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Inmitten der Coronavirus-Pandemie steigt die weltweite Nachfrage nach Gold und dessen Preis, während die Währungsreserven Russlands aufgrund der Neubewertung der Fremdwährung (einschließlich des chinesischen Yuan und des Euro) und des sinkenden Preises der Schuldtitel anfingen zu sinken.

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4 Kommentare

  1. Das sind Fake-News. Der US-Dollar mitsamt seinen westlichen Währungsvasallen ist am Arsch… mit 2 Billionen, sprich 2000 Mia $ wollen sie die Wirtschafts-Corona-Krise bewältigen, obwohl sie mit einem Export-Defizit von größer 400 Mia $ in der Klemme sind.
    Habt ihr noch alle Latten am Zaun, uns solche Fakes zu erzählen. Die sog. westliche Wärtegemeinschaft ist mit ihrem Dauerbrenner Petrodollar aber sowas von bankrott.

  2. Goldbesitz kann man sehr unterschiedlich betrachten. Für die Inkas war das Gold die Tropfen der Sonne und hatten rein religiösen Charakter. Bei den Muslimen wird Gold zur Ausstattung und Sicherheit der Frauen gesehen, ähnliches in Indien und nur die Spanier haben das Inka-Gold als Machtmittel gesehen und Süd -und Mittelamerika vollständig ausgeraubt und zerstört. Die spanische Seite steckt seitdem in nahezu allen Ländern dieser Erde drinn und das hat schon groteske Züge angenommen, weil es zur Deckung der eigenen Liquidität herangezogen wurde und dennoch keine Garantie darstellt für unbegrenzten Reichtum. Der Besitz von Gold ist sozusagen eine Stimmungsangelegenheit und unterliegt den gleichen Schwankungen wie alle monitären Angelegenheiten und ist keineswegs ein Zeichen für Sicherheit, weil es im Ernstfall geraubt werden kann oder Zerfallserscheinungen zeigt, die nur Vermögende verkraften können, andere gehen mit dem Wertverlust baden und somit ist die Weisheit der Inkas allemal besser gewesen, als auf Gold als Sicherheits- und Zahlungsmittel zu setzen, was einer Tagträumerei gleich kommt und unter den Händen zerfließen kann.

    1. Eine seltsam verschwurbelte und Ahnungslose verunsichernde Sicht der Fakten, oder schlicht Unfug. Unterstelle der russischen Regierung im Regelfall vernunftgesteuertes Verhalten, vielleicht gibt es ja gute Gründe – z.B. die „Inkontinenz“ des Papiergoldmarktes in London der LBMA – nicht offen zu Tage treten zu lassen. Vielleicht eine good will action der Russen, denn redlich verdient haben sich die Briten derartige Hilfen nicht….
      In einigen Monaten weiß man vielleicht mehr dazu, eine knappe Monatsproduktion außer Haus bringt die eisernen Reserven nicht außer Tritt. Und ob die 2270 to wirklich der Weisheit letzter Schluss sind….

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