„Irakische Pandemie“ für die USA

Die Coronavirus-Pandemie in den Vereinigten Staaten, die verheerende Auswirkungen auf viele Nationen hat, hat gezeigt, wie unfähig die derzeitige US-Regierung ist, Probleme zu lösen, auch solche im Zusammenhang mit der Außenpolitik. Es scheint, dass die Zeit vorbei ist, in der Washington viele Probleme auf der Weltbühne mit einem Zauberstab lösen konnte. Wir leben jetzt in einer anderen Welt und weder Donald Trump noch sein Team sind darauf vorbereitet. Und dies zeigt sich besonders im Irak, wo Washington festgefahren zu sein scheint und nicht weiß, wie es sich aus einem Chaos in der Nation herauslösen kann, in das die Vereinigten Staaten auf Geheiß großer Puppenspieler, das heißt ehemaliger US-Präsidenten, geraten sind.

Um das Gesicht der amerikanischen Regierung irgendwie zu retten, kündigte Außenminister Mike Pompeo am 7. April feierlich an, dass die Vereinigten Staaten Mitte Juni strategische Gespräche mit dem Irak führen würden. „Alle strategischen Fragen zwischen unseren beiden Ländern werden auf der Tagesordnung stehen, einschließlich der künftigen Präsenz der US-Streitkräfte in diesem Land und der Frage, wie ein unabhängiger und souveräner Irak am besten unterstützt werden kann“, erklärte Mike Pompeo.

Es wurden viele Wörter gesagt, die eher nach bedeutungslosem Geschwätz klangen, aber der folgende Satz stach heraus. Anscheinend ist keine andere Aufgabe für Washington wichtiger als die Unterstützung eines „unabhängigen und souveränen Irak“. Es scheint, dass seit 2003, als die USA unter falschem Vorwand brutale Gewalt einsetzten, um kurzerhand in die irakische Republik einzudringen, keine der US-Regierungen in der Lage war, dem Irak zu einer unabhängigen und souveränen Nation zu verhelfen.

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Darüber hinaus zerstörten US-Besatzer gedankenlos und ohne Sorgfalt die Regierungsstruktur sowie das verarbeitende Gewerbe und die Landwirtschaft im Irak vollständig und stürzten so das irakische Volk in Armut. Aufgrund des Konflikts und der anschließenden Besetzung befand sich der Irak in demselben Zustand, in dem er sich befand, als er aus den Vilayets Mosul, Bagdad und Basra (ehemalige Verwaltungsgliederungen des Osmanischen Reiches) gegründet wurde. Im Moment streben alle diese Regionen Autonomie an und sind nicht zu besessen darauf, von der Zentralregierung in Bagdad regiert zu werden.

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Eine Analyse von Viktor Mikhin.

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