Generationenvertrag: Merz sieht Verteilungskämpfe kommen

Die Schulden Deutschlands werden wegen der Corona-Krise steigen. Deshalb müsse man den Generationenvertrag überarbeiten, so Merz.

Von Redaktion

Der Bewerber um den CDU-Vorsitz Friedrich Merz hat angesichts der hohen Neuverschuldung Deutschlands in der Corona-Pandemie einen neuen Generationenvertrag gefordert. „Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag, wenn wir jetzt so viel Geld ausgeben und damit die Zukunft der jungen Generation mit einer schweren Hypothek belasten“, sagte Merz, der ursprünglich an diesem Samstag auf einem CDU-Sonderparteitag für den Vorsitz kandidieren wollte, im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Der Parteitag war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Die Politiker, die jetzt handelten, stünden nach der Krise in der Verantwortung, sagte Merz. „Sie müssen ein Konzept vorlegen, wie dieses Geld wieder zurückgezahlt werden kann“, forderte der CDU-Politiker.

Staat und Gesellschaft müssten „wieder Prioritäten setzen und werden entscheiden müssen, was wir uns noch leisten wollen und was nicht“. Merz betonte gegenüber der „NOZ“: „Das wird zu Verteilungskämpfen führen, denn es ist nicht unerschöpflich Geld da. Wir stehen für die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vor einer Phase der Neujustierung unserer Prioritäten und einer Auseinandersetzung darüber.“

Merz rechnet mit einer langen Phase des Übergangs zur Normalität. „Es wird kein plötzliches Ende der Pandemie und eine Rückkehr zur kompletten Normalität von einem Tag auf den anderen geben können. Stattdessen dürfte es eine lange Phase geben, in der wir ,coronagerecht‘ leben und arbeiten müssen.“ Er teile die Skepsis der Bundeskanzlerin gegenüber einer zu schnellen Öffnung des öffentlichen Lebens. „Das muss behutsam und mit Augenmaß gemacht werden.“

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Merz, der lange Zeit die Deutschland-Abteilung des amerikanischen Vermögensverwalters BlackRock leitete und als „Mann der Konzerne“ gilt, vergisst dabei offenbar, dass die Politik mit ihren restriktiven Maßnahmen dazu beigetragen hat, die deutsche Wirtschaft an die Wand zu fahren und damit tausende Unternehmerexistenzen zerstört. Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen sieht es teilweise desaströs aus, während es sich die Konzerne (teils mit enormen Barreserven) richten können.

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3 Kommentare

  1. Diese Krise, verbunden mit unsinnigen Handlungen der Regierenden wird die jüngeren Generationen noch teuer zu stehen kommen. Die wissen es bereits und versuchen die Bevölkerung schon jetzt auf einschneidende Maßnahmen vorzubereiten und das sich nun ein Kanzlerkandidat für die Interessen der amtierenden Regierung einsetzt ist völlig schleierhaft.
    Wer die Suppe einbrockt, soll sie auch gefälligst selbst auslöffeln und den Leuten klar machen, was sie nun durch eigene naive Handlungen erwartet und wer in dieser Frage sich als Steigbügelhalter der amtierenden Regierung generiert ist kein Generalist, sieht eher nach Lakai aus und so kann man sich nicht profilieren, das müßte anders gehen, indem man aus den eigenen Reihen heraus den Rücktritt fordert, der mehr als notwendig wäre.

  2. „Generationenvertrag: Merz sieht Verteilungskämpfe kommen“

    Ich denke, „Verteilungskämpfe“ ist der Deckname für Besitzergreifung und Plünderung fremden Eigentums.
    Ist dieser Vorgang nicht gerade am Laufen, gemeint gerade hochaktuell?

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