Donald Trump beansprucht Mondressourcen

US-Präsident Trump kümmert sich nicht um internationale Abkommen bezüglich des Weltraums und fordert US-Unternehmen dazu auf, die Ressourcen des Mondes zu plündern.

Von Redaktion

US-Präsident Donald Trump hat eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, in der das Recht Amerikas zur Nutzung von Mondressourcen verkündet wird. Das Dokument zeigt einmal mehr Washingtons einseitige Herangehensweise an globale Fragen. Die russische Roscosmos State Space Corporation hat darauf hingewiesen, dass Pläne zur Eroberung anderer Planeten die internationale Zusammenarbeit nicht erleichtern, stellt Rossiyskaya Gazeta fest.

Die USA halten es nicht für wichtig, ein internationales Abkommen über die Gewinnung und Nutzung von Weltraumressourcen zu treffen. Zu beachten ist, dass Washington das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 5. Dezember 1979 verabschiedete Abkommen über die Aktivitäten von Staaten auf dem Mond und anderen Himmelskörpern, das eine internationale Regulierung des Abbaus von Rohstoffen des Mondes vorsieht, nicht unterzeichnet hat.

Eine Quelle von Roscosmos teilte der Zeitung mit, dass es derzeit keine Technologien gebe, die es den USA ermöglichen würden, Ressourcen auf anderen Planeten oder Himmelskörpern abzubauen.

Inna Khavanova, Professorin an der Finanzuniversität unter der Leitung der Russischen Föderation, wies darauf hin, dass „dies nicht der erste Versuch ist, die im Weltraumvertrag von 1967 verankerten Prinzipien der Erforschung und Nutzung des Weltraums zu verletzen“, welches klar darlegt, dass der Weltraum nicht der nationalen Aneignung unterliegt.

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„Im Jahr 2015 haben die Vereinigten Staaten den Commercial Space Launch Competitiveness Act verabschiedet, der private amerikanische Unternehmen dazu ermutigt, die Ressourcen des Mondes und anderer Himmelskörper zu nutzen. Dem Dokument zufolge hat jedes US-Unternehmen, das sich mit dem kommerziellen Abbau von Weltraumressourcen befasst, die Recht, sie zu benutzen“, so Khavanova.

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„Zu dieser Zeit hat Russland das Gesetz im UN-Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums gesprengt und darauf hingewiesen, dass der einseitige Schritt Washingtons, US-Unternehmen im Weltraumbergbau freie Hand zu lassen, aus völkerrechtlicher Sicht umstritten sei“, betonte die Expertin.

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