Corona-Krise: Philippinische Politiker vorbildhafter als ihre deutschen Kollegen

Deutschlands Politiker gehören zu den Top-Verdienern in der globalen Politik. Während jene auf den armen Philippinen ihr Einkommen spenden, wollen die Deutschen jedoch nur auf die Diätenerhöhung verzichten.

Von Marco Maier

Es gibt zwei Arten von Politikern: Jene, die sich tatsächlich um das Wohl ihres Landes kümmern und jene, die nur so tun als ob. Dies lässt sich auch an einzelnen Aktionen in Krisenzeiten festmachen. In Deutschland beispielsweise wird angesichts der ausufernden Kosten der Corona-Krise im Bundestag darüber debattiert, auf die jährliche Anhebung der Diäten zu verzichten.

Das heißt: Eigentlich sollte mit dem 1. Juli das Bruttoeinkommen der Abgeordneten um 2,6 Prozent von bislang 10.083,47 auf dann 10.345,64 Euro steigen. Auf dieses Plus von etwa 262 Euro monatlich wollen sie nun verzichten. Wie es mit der ebenfalls um 2,6 Prozent steigen sollenden Aufwandspauschale von derzeit 4.497,62 Euro aussieht? Die steht offenbar nicht zur Debatte. Dabei steigt diese auch um rund 117 Euro an.

Aber das sind nur „Peanuts“. Auf den Philippinen hat der Großteil der 303 Abgeordneten des Repräsentantenhauses angekündigt, das Mai-Gehalt zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Krise zu spenden. Auch die meisten Mitglieder des Kabinetts von Präsident Duterte schließen sich der Spendenaktion an und wollen bis zu 75 Prozent ihres Salärs spenden. Auch der Präsident, Rodrigo Duterte, selbst hat angekündigt, ein ganzes Monatseinkommen zur Bewältigung der Krise zu spenden – von Präsident Steinmeier hört man diesbezüglich nichts, während immer mehr Menschen ihren Job verlieren oder in Kurzarbeit geschickt werden.

Die Aktionen sind zwar in beiden Ländern nur von Symbolwert, da die Summen im Vergleich zu den Gesamtanstrengungen gering sind, doch auf der anderen Seite zeigt sich durchaus ein Unterschied, der anzuerkennen ist:

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Während die deutschen Politiker dies eigentlich nur deshalb tun, weil es „ein schlechtes Bild“ gebe, wenn sie sich in solch harten Zeiten für so viele Menschen auf ihr hohes Einkommen noch ein sattes Plus einfordern würden, wollen die philippinischen Politiker (zumeist ohnehin aus den Reihen der führenden Familien des Landes) damit auch ein Zeichen an die anderen Mitglieder der Oberschicht senden und sie zur Solidarität mit dem Volk aufrufen.

Dieser Mentalitätsunterschied macht sich aber auch generell bemerkbar. Denn wo die deutschen Konzerne nach Staatshilfen rufen (und aus der Politik dazu ermahnt werden müssen, keine Dividenden auszuschütten wenn sie Steuergeld erhalten), spenden die großen philippinischen Konzerne Unsummen zur Linderung der Auswirkungen des Lockdowns in diesem armen Land. Davon könnten sich viele der Reichen und Besserverdiener in Deutschland eine Scheibe abschneiden.

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4 Kommentare

  1. Danke !
    Das ist seit Jahren der erste „freundliche“ Bericht über unseren Präsidenten hier in den Philippinen. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich mich auf meine Finger setzen muss wenn ich die gemeine Hetze oder gar vollkommen verfälschte Berichterstattung in deutschen Medien über Rudi Duterte lese.
    Er ist laut, und er ist nicht fein in seiner Ausdrucksweise . Aber sein Volk kennt ihn und weiss . Man darf ihn niemals wörtlich nehmen, aber man sollte seine Worte durchaus ernst nehmen. Er ist ehrlich , er ist in keinster weise korrupt. Er liebt sein Volk und tut alles damit es hier vorwärts geht. Er hat Ecken und Kanten – und das ist gut so . Weichgespülte und jederzeit gegeneinander ersetzbare Politiker hat Deutschland genug. Diese Pöstchenbesetzer sind so austauschbar, dass man nicht mal merkt wenn das Ministeramt von einem Neuen besetzt wird.
    Duterte ist nicht angepasst und das soll auch so bleiben.
    Ich bin stolz darauf hier leben zu dürfen und ich fühle mich wohl, und ich fühle mich sicher. Ich kann nicht viel an dieses Volk zurück geben , aber unseren Präsidenten verteidigen gegen üble Nachrede von Journalisten die noch nie einen Fuss auf philippinischen Boden gesetzt haben , das kann ich und das tue ich .
    Darum DANKE für diesen Bericht . Denn „so“ ist Duterte !!!!

    1. „Das ist seit Jahren der erste „freundliche“ Bericht über unseren Präsidenten hier in den Philippinen.“
      So, im Blätterwald des Mainstream-Medienverbundes. Nicht aber hier auf diesem Blog. Der kehrt seit eh und je die positiven Seiten Dutertes heraus.
      Leben doch etliche Leute der alternativen Blogger in den Philippinen und sind mit der Situation vor Ort , würde ich meinen, gut vertraut.

  2. Hier bei uns sind es nur Linksidiologen und große Heuchler und das Beispiel Drogenbekämpfung wäre so ein Vergleich zu den Philippinen.
    Während der philippinische Präsident, aus gut bürgerlichem Hause kommend die Drogen und deren Verteiler zum Staatsfeind wegen der Volksgesundheit zu Recht erklärt hat, wird bei uns im Görlitzer Park und natürlich auch anderswo, großzügig die Augen zugedrückt.
    Das ist kein Zufall und hat Methode und da sind mir solche Politiker wie Duderte weit sympathischer, weil sie gesetzeskonform handeln und Schaden von der Bevölkerung abhalten wollen.
    Das ist mehr als legitim und auch seine oft angefeindeten Methoden sind in meinen Augen zulässig, denn wer sich der Vernichtung anderer Menschen durch Drogenhandel verschrieben hat, der muß eben mit harten Konsequenzen rechnen, zumal das alles bekannt ist und sich niemand dabei heraus reden kann.
    Hätten wir nur die gleichen Leute an der Regierung, die das Gesetz über alles stellen, dann wären viele Zustände erst garnicht entstanden, unabhängig davon, daß es kein Ideal gibt, aber wer das Gesetz mißachtet, gleicht einer Räuberbande. laut dem hl. Augustinus und das muß bekämpft werden.

  3. ZITAT: „Es gibt zwei Arten von Politikern: Jene, die sich tatsächlich um das Wohl ihres Landes kümmern und jene, die nur so tun als ob.“

    Nein, es gibt drei Arten von Politikern: Die beiden oben genannten und die, die nicht einmal mehr so tun als ob. Zu dieser Kategorie gehört das Merkel-Regime. Diese Leute handeln ganz offen zum Schaden des Landes.

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