Verhaftungswelle in Saudi-Arabien

Saudi-Arabien inhaftiert 298 Beamte in neuen „Korruptionsfällen“ im königlichen Machtkampf. Die Führung um Kronprinz Mohammed bin Salman versucht die Macht zu festigen.

Von Redaktion

Saudi-Arabien hat 298 Beamte in einem neuen angeblichen Anti-Korruptions-Vorstoß festgenommen. Berichten zufolge versucht der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, potenzielle Rivalen auf dem saudischen Thron loszuwerden.

Eine saudische Antikorruptionsbehörde namens Nazaha gab am Sonntag bekannt, 298 Regierungsbeamte wegen Verbrechen wie Bestechung, Unterschlagung und Machtmissbrauch mit insgesamt 379 Millionen Rial (101 Millionen US-Dollar) festgenommen zu haben.

Unter den inhaftierten Beamten stehen acht Beamte des Verteidigungsministers im Zusammenhang mit Regierungsaufträgen in den Jahren 2005-2015 im Verdacht der Geldwäsche.

Zwei Richter stehen ebenfalls auf der Liste, weil sie angeblich Bestechungsgelder erhalten haben.

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Weitere 29 Beamte des Innenministeriums in der Ostprovinz wurden ebenfalls festgenommen, darunter drei Oberste, ein Generalmajor und ein Brigadegeneral. Die Behörde gab keine Namen und wenig zusätzliche Details zu den Fällen an.

Bereits im November 2017 wurden Dutzende hochrangiger saudischer Beamter und Persönlichkeiten festgenommen und wegen ähnlicher Korruptionsvorwürfe unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Luxushotel Ritz-Carlton untergebracht.

Die Inhaftierungen waren vom sogenannten Antikorruptionskomitee Saudi-Arabiens unter der Leitung von bin Salman angeordnet worden, von dem allgemein angenommen wurde, dass dies darauf abzielt, seine Macht zu festigen.

Die neue Verhaftungswelle kommt, nachdem die Behörden angekündigt haben, dass sie auch versuchen, die Korruption durch normale Regierungsangestellte zu bekämpfen.

In der vergangenen Woche wurden jedoch auch einige hochrangige Mitglieder der saudischen Königsfamilie festgenommen.

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