US-Flugzeugträger – Unterstützung für Erdogan?

US Carrier Strike Group betritt das Mittelmeer, während Syrien und die Türkei in den Kriegszustand übergehen. Kommt Unterstützung für Erdogan?

Von Redaktion

Erdogan drängt die USA und die NATO auf Hilfe, um die syrisch-russische Offensive in Idlib zu stoppen, und auch Libyen wird zu einem ausgewachsenen großen Konflikt, an dem externe Mächte beteiligt sind. Insbesondere auch die Türkei, die Tripolis militärisch gegen die Offensive von General Haftar unterstützt.

Die Türkei und Syrien geraten derzeit gegenseitig in einer großen Eskalation in der syrischen Provinz Idlib aneinander. Immer wieder kommt es zu direkten Zusammenstößen zwischen den Militärs beider Länder, nachdem die türkischen Truppen zusammen mit islamistischen Milizen kämpfen.

Und jetzt hat das Seeverkehrsinformationsportal Marine Traffic zusammen mit anderen internationalen Berichten festgestellt, dass die USS Dwight D. Eisenhower (oder „Ike“) die Straße von Gibraltar durchquerte und am späten Freitag bis Samstag mit mehreren Hilfsschiffen ins Mittelmeer einfuhr.

Bisher ist das Weiße Haus kühl geblieben, und hat der Türkei bislang keine militärische Unterstützung zugesagt. Sollte sich die Trägerstreikgruppe diese Woche jedoch der syrischen Küste nähern, könnte dies ein besorgniserregendes Zeichen für Washingtons Absicht sein, sich erneut militärisch gegen Russland und die syrische Armee zu engagieren.

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Dies auch, als die russische Nachrichtenagentur Interfax über weitere russische Kriegsschiffe berichtete, die derzeit auf dem Weg zum östlichen Mittelmeer sind, darunter die Fregatte „Admiral Makarov“ und „Admiral Grigorovich“, die konsequent an Operationen vor der syrischen Küste teilgenommen haben.

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Die Bewegungen der US-Trägergruppe unterstützen angeblich eine große US-europäische Militärübung – Defender Europe 2020 -, die als die erste ihrer Art seit dem Kalten Krieg bezeichnet wird.

Es ist anzunehmen, dass Moskau schon früh genug über die Bewegung der Carrier Strike Group bescheid wusste und deshalb entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen ergriffen hat. Immerhin weiß man, dass den Amerikanern der Finger am Abzug locker sitzt und erneute Raketenangriffe auf Syrien durchaus möglich sind, sollte die Lage weiter eskalieren.

Letzte Woche gab die US-Marine eine Presseerklärung über Ikes Bewegungen und Operationen heraus, in der sie feststellte, dass die Flugzeugträgergruppe „zusammen mit unseren Verbündeten und Partnern Operationen in der 6. US-Flotte durchführt, um Operationen zur Sicherheit des Seeverkehrs in internationalen Gewässern zu unterstützen“.

Am Sonntag bekräftigte das US European Command in einer neuen Erklärung seine laufenden europäischen Operationen. Vizeadmiral Lisa Franchetti, Kommandeurin der Sechsten Flotte, betonte zuvor: „Der Einsatz wird auch dazu dienen, das Engagement für unsere Verbündeten und Partner in Europa und Afrika zu demonstrieren.“

Es bleibt jedoch unklar, inwieweit Washington bereit ist, inmitten von Erdogans Abenteuer im Nordwesten Syriens für seinen „Partner“ und NATO-Verbündeten Türkei zu kämpfen.

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