Die Militärs wollen sich von der Ausbreitung des Coronavirus in Europa nicht beeindrucken lassen. „Defender Europe 20“ geht ungehindert weiter.

Von Redaktion

Trotz der Corona-Epidemie in Europa geht die militärische Großübung „Defender Europe 20“ vorerst ohne Einschränkungen weiter. „Derzeit hat die Ausweitung des Coronavirus keine direkten Auswirkungen auf DEF20“, teilte das Kommando Streitkräftebasis der Bundeswehr der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ auf Anfrage mit.

Derzeit finde zweimal täglich ein Informationsabgleich zwischen dem Lagezentrum des Kommando Streitkräftebasis der Bundeswehr in Bonn und der Leitung der US-Streitkräfte in Europa in Wiesbaden zur aktuellen Lage und zum Sachstand Coronavirus statt, so die Information.

„Sollten Verdachtsfälle bei den US-Streitkräften im Zusammenhang mit DEF20 in Deutschland auftreten, erfolgen weitere Maßnahmen in enger Abstimmung mit dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr, den regionalen deutschen Bundeswehr-Sanitätseinrichtungen und regionalen, zivilen Entscheidungsträgern“, teilte das Kommando Streitkräftebasis weiter mit.

Medizinische Schutzmaßnahmen erfolgten „standardisiert im Einzelfall in Abstimmung zwischen den US-Streitkräften und den zuständigen militärischen und zivilen deutschen Dienststellen“.

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„Defender Europe 20“ ist die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte über den Atlantik seit 25 Jahren. Ziel ist es, den militärischen Schulterschluss der Vereinigten Staaten mit Europa zu demonstrieren.

Testweise werden dazu etwa 20.000 Soldaten von den USA quer durch die Drehscheibe Deutschland nach Osteuropa verlegt – offiziell, um für Krisenfälle gewappnet zu sein. Die ersten Kontingente an Soldaten und schwerem Gerät sind inzwischen in Europa eingetroffen. Einsatzorte sind Polen und das Baltikum.

Kritiker monieren, dass es sich hierbei um ein Kriegsspiel handelt, welches direkt gegen Russland zielt. Dies wird als provokative Maßnahme zur Steigerung der Spannungen betrachtet. Zudem benutzen die Amerikaner Europa als Aufmarschgebiet und behalten hierbei die totale Kontrolle über die Übung, während die europäischen NATO-„Partner“ lediglich Befehlsempfänger und Zuträger sind.

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