Syrien: Russland kann die Sicherheit türkischer Kampfjets nicht garantieren

Der Chef des russischen Zentrums für Versöhnung, Oleg Zhuravlev, sagte, die syrische Regierung sei gezwungen, die Schließung des Luftraums über dem Gouvernement Idlib zu erklären.

Von Redaktion

Das Kommando der russischen Taskforce kann die Sicherheit der Flüge türkischer Flugzeuge über Syrien nicht garantieren, sagte Oleg Zhuravlev, Chef des russischen Zentrums zur Versöhnung der Gegenparteien in Syrien, am Sonntag.

Laut Zhuravlev war die syrische Regierung gezwungen, die Schließung des Luftraums über dem syrischen Gouvernement Idlib zu erklären.

„Unter solchen Bedingungen kann das Kommando der russischen Taskforce die Sicherheit von Flügen türkischer Flugzeuge über Syrien nicht garantieren“, betonte er.

Eine Quelle im syrischen Verteidigungsministerium sagte am Sonntag zuvor, dass türkische F-16-Kampfflugzeuge zwei syrische Kampfflugzeuge über der Deeskalationszone von Idlib abgeschossen hätten, die Piloten hätten sich selbst ausgeworfen. Die Quelle sagte auch, dass syrische Luftverteidigungssysteme sechs türkische Drohnen zerstört hätten.

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„Berichte unter Berufung auf Internetquellen, wonach ein Su-24-Flugzeug der russischen Luft- und Raumfahrtkräfte von einem tragbaren Luftverteidigungssystem im Luftraum über der Deeskalationszone von Idlib getroffen wurde, sind nicht wahr“, betonte Schurawlew.

Die Situation um Idlib verschärfte sich am 27. Februar, als nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums Militante einen groß angelegten Angriff versuchten. Die syrische Regierungsarmee revanchierte sich mit einem Gegenschlag, bei dem laut Ankara 33 türkische Soldaten getötet wurden.

Das russische Verteidigungsministerium betonte jedoch, dass die türkischen Soldaten, die von der syrischen Armee unter Beschuss genommen worden waren, zusammen mit den Terroristen kämpften. Es ist allseits bekannt, dass Ankara in Syrien mit islamistischen Milizen paktiert, um die vor Ort befindlichen Kräfte für ihre Zwecke zu nutzen und die eigenen Verluste möglichst gering zu halten.

Allerdings führt sich die Türkei im Norden Syriens so auf, als ob das Gebiet schon erobert und in das Territorium der Türkei aufgenommen worden wäre. Die Souveränität von Damaskus über die Region wird nicht anerkannt, obwohl auch die Assad-Regierung kein Interesse an der Bildung eines kurdischen Staates hat – genauso wie Ankara auch.

Doch während die Türkei völkerrechtswidrig in Nordsyrien militärisch agiert und dabei auch nicht vor Auseinandersetzungen mit der syrischen Armee zurückschreckt, fordert Ankara von den NATO-Partnern immer wieder Unterstützung ein. Dabei besagt die „internationale regelbasierte Ordnung“, auf die sich vor allem die Amerikaner und deren NATO-Verbündete gerne berufen, dass solch ein aggressiver Akt von der internationalen Gemeinschaft sanktioniert werden soll.

Allerdings gilt in der internationalen Politik, die nach wie vor vom „Wertewesten“ dominiert wird das Motto, dass keine Krähe der anderen die Augen aushackt. Bis auf ein wenig öffentliche Kritik am türkischen Vorgehen passiert gar nichts. Und weshalb das? Weil die Amerikaner, Briten, Franzosen & Co auch nicht besser sind und Syrien bereits seit vielen Jahren völkerrechtswidrig attackieren und teils sogar besetzen.

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Ein Kommentar

  1. Betrachtet man sich die ins Netz gestellten Videos, so flogen beide Jets nicht besonders hoch als sie getroffen wurden. Auf einem ist sogar die Flugbahn der vom Boden abgefeuerten Rakete deutlich zu erkennen.

    Es wird auf beiden Seiten wieder mal gelogen. Aber wie heißt es so schön: “ Es kommt nicht darauf an, ob etwas wahr ist – Hauptsache es wirkt.“

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