Pentagon: Reiseverbot im Inland – Soldaten nach Europa ist OK

Während tausende US-Soldaten in Europa ankommen, hat das Pentagon angeordnet, dass jene in den USA wegen Covid-19 in ihren Basen bleiben sollen.

Von Marco Maier

Für die große NATO-Militärübung „Defender Europe 20“ werden tausende US-Soldaten auf den alten Kontinent verschifft. Auch wenn das Coronavirus die Kriegsspiele gegen Russland ein wenig eingebremst hat, gehen diese dennoch weiter. Doch in den Vereinigten Staaten selbst sieht es etwas anders aus.

Ab Freitag gab das Verteidigungsministerium (DoD) eine beispiellose Erklärung für alle in den Vereinigten Staaten stationierten Servicemitarbeiter heraus, die es ihnen untersagten, nicht operativ in den USA zu reisen. Dies folgt Anfang dieses Monats den bereits für im Ausland stationierte Truppen auferlegten Beschränkungen für Urlaub und Bewegungsfreiheit.

In einem am Freitagabend veröffentlichten DoD-Memo heißt es, dass Militärangehörige nicht über das „lokale Gebiet“ ihrer zugewiesenen Basis hinaus reisen können, was bedeutet, dass Truppen jetzt nicht mehr in unmittelbarer Nähe Familienangehörige besuchen dürfen.

„Diese Einschränkung wird alle Inlandsreisen, einschließlich des ständigen Stationswechsels und des vorübergehenden Dienstes, einstellen“, heißt es in einer Pressemitteilung, die zusammen mit dem von Defense One gemeldeten Memo veröffentlicht wurde. „Außerdem erhalten Servicemitglieder nur vor Ort Urlaub.“

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Derzeit gilt das Reiseverbot für die Truppen vom 16. März bis 11. Mai, mit einer Ausnahme für „aus humanitären Gründen unerlässlich oder aufgrund extremer Schwierigkeiten gerechtfertigt“, basierend auf der Genehmigung der örtlichen Befehlskette. Es wurden auch Beschränkungen für zivile Vertragsmitarbeiter unternehmer und abhängige Familienangehörige des Personals festgelegt.

Währenddessen rollen weiterhin hunderte US-Panzer durch Deutschland, zusammen mit rund 20.000 US-Soldaten. Tonnenweise Kriegsmaterial, dass von den Vereinigten Staaten aus nach Europa verschifft wurde – und danach wohl auch größtenteils hier verbleiben wird. Erst die „Übung“ für einen großen Militärkonflikt in Osteuropa, und danach die „materielle Vorbereitung“ für den tatsächlichen Ernstfall.

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