Lebensmittel werden teurer

Infolge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus leidet auch die Lebensmittelproduktion. Die Preise werden steigen.

Von Michael Steiner

Es sieht derzeit so aus, als ob sich die Deutschen in der nächsten Zeit auf steigende Lebensmittelpreise einstellen werden müssen. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bringen demnach entsprechende Auswirkungen mit sich.

„Es gibt derzeit viele Faktoren in der Lieferkette, die den Preis beeinflussen. Neben den fehlenden Erntehelfern gibt es auch in der Ernährungsindustrie und im Handel Personal-Engpässe“, sagte Stefanie Sabet, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), den Funke-Zeitungen.

Die Unternehmen seien mit Kostensteigerungen konfrontiert, weil es immer mehr Krankenstände gebe. Auch fehlt es infolge der Grenzschließungen zunehmend an diversen Rohstoffen, während gleichzeitig (auch infolge der Hamsterkäufe) die Nachfrage deutlich steigt.

Die Produzenten würden versuchen, diese Kostensteigerungen an den Handel weiterzugeben, während dieser die Lieferanten aufgrund der hohen Nachfrage unter Druck setze. Zwar würden in der Regel Verträge für das gesamte Jahr geschlossen, sodass eine Preisstabilität gewährt sei. „Doch das Verhältnis ist nicht einfacher geworden“, mahnte die BVE-Geschäftsführerin.

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Sollten die strengen Restriktionen, insbesondere die geschlossenen Grenzen in einigen EU-Ländern oder auch das deutsche Einreiseverbot für Erntehelfer, anhalten, sei es „auch nicht auszuschließen, dass dann einzelne Produkte in bestimmten Regionen nicht mehr vorrätig sein werden“, so Sabet. Schwierigkeiten gebe es mittlerweile auch bei Verpackungen. „Es wird beispielsweise zu wenig Leergut abgegeben“, sagte sie. Zudem seien viele Verpackungen, etwa Dosen, chinesische Importgüter. Auch bei ihnen komme es zu Problemen.

Es zeigt sich nun erneut, dass die Auslagerung der Produktion vieler Güter für solche Zeiten keine gute Sache ist. Wenn die globale Lieferkette – so wie jetzt – gestört ist, gibt es deutlich ersichtlich enorme Probleme.

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3 Kommentare

  1. Grundsätzlich spricht nichts gegen die Auslagerung von Prouktionen.
    Das Fehlverhalten der kapitalistschen System sind die Ursache dass es nicht funktioniert wennd as Lager auf Schiffe, LKW, Bahn und Flugzeuge verlegt wird, das macht anfällig.
    Etwas bevorraten kostet natürlich Geld und liegt beim Gesetzgeber eine Bevorratung gesetzlich festzulegen. Das funktioniert bei den Energieträgern ÖL, Kohle und Gas auch!
    Rendite über alles führt zu einer Suboptimierung und zum Tod einer Wirtschaft.

    Als Beispiel, wir eine US Unternehmen hatte eine Produktion in Taiwan, der Anlandehafen war am anderen Ende, damit fuhren LKW Kolonnen im JIT (Just in Time)Rhytmus durch die Insel, bis es ein kleines Erdbeben gab dann war die Produktion binnen 4 Stunden am Ende, keine Teile mehr vorhanden und die LKW kamen nicht!
    Auch hier ging Profit vor allem anderen.

  2. Wo die CEO von ALDI Nord, EDEKA, LIDL und REWE doch so der Klöckner zugestimmt haben, das die Lebensmittelversorgung gesichert ist und sich überschwänglich über das vertrauen von Merkel bedankt haben….
    Von enormen Preissteigerungen war da nicht die Rede und das sich dann die Armen in der Bevölkerung (die Danke einer künstlich erzeugten Weltwirtschaftskrise noch enorm zunehmen werden) keine Lebensmittel mehr kaufen können und das auch noch wo alle Tafeln geschlossen sind…..

  3. Sind die Preise erst mal oben, dann gehen sie aus der Erfahrung heraus auch nicht mehr nach unten, wobei wir schon seit Jahren eine heimliche Preissteigerung von ca. 20% haben und nur die Tatsache, daß der Wettbewerb so stramm ist, hat die Preise noch moderat erscheinen lassen. Zugedeckt wird von allen diese Steigerung mit permanenten Aktionen, sodaß der höhere Preisspiegel verwischt wird und viele es zunächst garnicht bemerken. Der sich anbahnende Mangel und die dadurch zu erwartenden höheren Preise sind auf die stümperhafte Arbeit der Regierenden zurückzuführen, denn wer flächendeckend eine Gefahr verhindern will, macht alles platt und widerspricht auch dem Gedanken einer Seuchenbekämpfung, denn in erster Linie müßten die Kranken aussortiert werden und die Gesunden das System am Leben erhalten. Wer beides gleichzeitig schreddert ist verantwortlich für diese bedrohlichen Mißstände und das taucht dann die Frage auf, was besser ist, Anarchie und Gewalt oder Teilschäden durch eine Virus, dessen Todesrate derzeit noch weit unterhalb eines ungefähr vergleichbaren Levels liegt. Diese Zahl der Opfer rechtfertigt keineswegs deren ohnmächtige Handlungen, wo eine ganze Wirtschaft dann am Boden zerstört sein könnte.

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