Idlib: Putin und Erdogan erzielen Einigung über den Waffenstillstand

Offenbar ist des Präsidenten Russlands und der Türkei gelungen, in Bezug auf Idlib eine Einigung zu finden.

Von Redaktion

Während der sechsstündigen Gespräche einigten sich Moskau und Ankara auf die Einführung eines Waffenstillstands in Idlib. Darüber hinaus beschlossen die Parteien, einen Sicherheitskorridor in der Nähe der strategisch wichtigen Autobahn M4 einzurichten – dieses Gebiet wird von russischen und türkischen Streitkräften überwacht. Von Izvestia befragte Experten glauben, dass die Verhandlungen zur Normalisierung der Situation in der Region beitragen werden.

Die russisch-türkischen Beziehungen haben in letzter Zeit nicht die besten Zeiten durchlaufen, schrieb Izvestia. Die militante Rhetorik von Recep Tayyip Erdogan wirft in Moskau ernsthafte Bedenken auf. Vor einigen Tagen wandte sich der türkische Führer an Donald Trump und bat ihn, Ankara mit Waffen und Munition zu versorgen.

Am 4. März beschuldigte das russische Verteidigungsministerium die Türkei, in der Idlib-Zone gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben, und kündigte eine praktische Fusion der türkischen Straßensperren und der Positionen der Militanten an.

Der türkische Führer präsentiert die Aktionen von Ankara als einen Versuch, die nationale Sicherheit zu gewährleisten. Er betonte wiederholt, dass er versuche, die kurdischen Formationen daran zu hindern, sich ihren Grenzen und dem nächsten Zustrom von Flüchtlingen zu nähern, sagte der türkische Politikwissenschaftler Kerim gegenüber Izvestia. In Wirklichkeit gibt es in Idlib derzeit keine Kurden. Darüber hinaus verschärfen Ankaras Aktionen nur das Flüchtlingsproblem.

Loading...

Während der Gespräche zwischen den Präsidenten äußerte der türkische Staatschef jedoch die Hoffnung, dass die Verhandlungen die Situation in der Region verbessern würden. Gleichzeitig betonte er: Ankara schätzt die Beziehungen zu Moskau und ist nicht an einer Konfrontation mit Russland interessiert.

Lesen Sie auch:  Teheran verstärkt die Zusammenarbeit mit Peking und Moskau, um westliche Sanktionen aufzuheben

Am Ende einigten sich die Parteien darauf, am 5. und 6. März um Mitternacht einen Waffenstillstand in Idlib einzuführen. Der türkische Führer sagte jedoch, dass sich die Türkei das Recht vorbehält, auf Angriffe der syrischen Streitkräfte zu reagieren.

In der Zwischenzeit glaubt der Rat der Russischen Föderation, dass Verhandlungen dazu beitragen werden, die Situation in der Region zu normalisieren. Franz Klintsevich, Mitglied des Oberhausausschusses für Verteidigung und Sicherheit des Parlaments, erklärte gegenüber Izvestia, Ankara habe sich in die Enge getrieben, da die Aufgabe der Türkei, die derzeitige Regierung in Syrien zu verschieben, nicht nur kontraproduktiv sei, sondern auch dem Völkerrecht widerspreche.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

  1. Hr. Erdogan wirkt manchmal so, als würde er sich selbst überschätzen. Da ist er nicht der einzige Politiker auf der Welt. Gerade, wenn sie neben dem kleinen Putin fotografiert werden, gewinnt man oft den Eindruck, dass sie ihn unterschätzen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.