Die Lage an der türkisch-griechischen Grenze eskaliert

Die Türken haben offenbar einen Grenzzaun niedergerissen, um den Migranten den Weg nach Griechenland frei zu machen. Auch nahmen türkische Kräfte griechische Grenzschützer ins Visier.

Von Redaktion

Am Freitag wurde in den sozialen Medien ein Video geteilt, das zeigt, dass türkische Sicherheitskräfte ein gepanzertes Fahrzeug mit einem Seil benutzten, um den Zaun an der griechischen Grenze niederzureißen und Migranten den Durchgang zu ermöglichen.

Griechischen Medien zufolge handelt es sich bei dem Fahrzeug um ein Fahrzeug vom Typ „HIZIR/ATES“ mit Grenzüberwachungsfähigkeiten bei Tag und Nacht, das die Türkei von Mai bis August 2019 erhalten hat und das ironischerweise durch ein Programm finanziert wird, das größtenteils von der EU bezahlt wird.

Hier ein weiteres Video:

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Außerdem wurden türkische Spezialeinheiten der Polizei gezeigt, die ihre Hochleistungsgewehre auf die griechischen Grenzpatrouillenwagen richteten.

Eine aufgeheizte Stimmung:

Weitere Bilder:

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Türkisch-griechischer Disput

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu erklärte am Wochenende, dass die Zahl der Migranten, die nach Europa reisen, über eine Million steigen würden. Dies würde den Sturz der europäischen Regierungen und die Destabilisierung ihrer Volkswirtschaften zur Folge haben.

Unterdessen setzt die Türkei ihre Behauptungen fort, in Not geratene Migranten zu retten.

Insgesamt 60 Asylbewerber, die meisten davon Kinder, seien vor der türkischen Ägäisküste gerettet worden, teilten die türkischen Sicherheitskräfte am Sonntag mit.

Teams der türkischen Küstenwache sagten in einer Erklärung, dass eine Gruppe von Afghanen (es sind also nicht alles nur Syrer) – darunter 33 Kinder – in einem Gummiboot gerettet wurden, als sie versuchten, auf griechische Inseln zu gelangen.

Sie beschuldigt auch griechische Soldaten, das Feuer auf Migranten eröffnet zu haben, und ein Video soll dies ausdrücklich zeigen.

Am 6. März attackierte die türkische Kommunikationsdirektion Fahrettin Altun die griechischen Behörden wegen der angeblichen „Misshandlung von Flüchtlingen“.

In einer Erklärung gegenüber dem CNN International Network antwortete Altun auf die Behauptungen des griechischen Premierministers Kyriakos Mitsotakis, dass Ankara Tausende von Migranten an seiner Grenze „unterstützt“, um nach Europa zu gelangen.

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„Wir weisen die Anschuldigungen von Premierminister Mitsotakis kategorisch zurück und sind zutiefst besorgt über die Misshandlung und Anwendung tödlicher Gewalt gegen Flüchtlinge durch die Strafverfolgungs- und Grenzschutzbeamten dieses Landes“, sagte Altun.

Wir dürfen wohl davon ausgehen, dass die Lage an der türkisch-griechischen Grenze weiter eskaliert. Einer Grenze zwischen zwei NATO-Partnern, die sich eigentlich (wegen der osmanischen Besatzung Griechenlands und aufgrund der Zypern-Frage) spinnefeind sind.

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Ein Kommentar

  1. Schon merkwürdig, wenn sich der Agressor als Menschenfreund gibt und die ansässigen Nichtsyrer aus Istanbul mit Gewalt in Busse verfrachtet und an die griechische Grenze schickt, mit der Aufforderung sich ähnlich wie Invasoren durch gewaltsame Grenzüberschreitung Zutritt in ein fremdes Land verschaffen wollen und die anderen Europäer, von einigen Ausnahmen abgesehen sind verkommene Subjekte, denn deren Pflicht wäre die Grenzverteidigung zu unterstützen und wer die noch wählt ist nicht mehr ganz bei Trost, denn die sind fast noch gefährlicher als die Eindringlinge aus Nirgendwo.

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