Während die Kurse an den Börsen infolge der Covid-19-Pandemie kollabieren wird deutlich: Papier bleibt Papier.

Von Redaktion

An den globalen Aktien- und Rentenmärkten wurden im letzten Monat 25 Billionen US-Dollar an Papiervermögen ausgelöscht, wodurch alle Gewinne seit den Crash-Tiefs im Dezember 2018 zunichte gemacht wurden.

Grafik: Bloomberg

Globale Anleihen sind tatsächlich immer noch um 5 Billionen US-Dollar gestiegen, während globale Aktien seit den Tiefstständen im Dezember 2018 rund 5 Billionen US-Dollar verloren haben.

Viele dieser Verluste stammen von den US-Märkten, auf denen die Median-Aktie jetzt um 50 Prozent gegenüber ihren Höchstständen gefallen ist … ( Da der unten stehende Value Line-Index auf einem geometrischen Durchschnitt basiert, ist die tägliche Änderung der mittleren Aktienkursänderung am nächsten).

Grafik: Bloomberg

Kein Wunder, dass der Index für systemische Risiken wieder steil nach oben geht:

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Grafik: Bloomberg

Das heißt, man geht von davon aus, dass die Covid-19-Krise noch andauern wird, dürfte es noch deutlich schlimmer werden. Der große Abverkauf hält an und die Notenbanken schmeißen mit „Helikopter-Geld“ nur noch weiter um sich. Das kann nicht funktionieren.

Papier kehrt üblicherweise irgendwann wieder zu seinem „inneren Wert“ zurück – und der ist Papier. Insbesondere dann, wenn versucht wird, mit Geld Geld zu verdienen, wie es die derzeitige Finanzstruktur ermöglicht. Das Papiervermögen, welches in den letzten Wochen „vernichtet“ wurde, war ja auch nur fiktiv – es stand lediglich in den Büchern.

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2 thoughts on “Covid-19 vernichtet Unmengen an Papiervermögen”

  1. Wer keine innere Größe und das nötige Geld besitzt sollte die Finger vom Aktienhandel weglassen, denn erst ab einer gewissen Größenordnung kann man sich Verluste leisten und es ist auch ein Geduldsspiel über viele Jahre und außerdem ist man von der Idiotie anderer abhängig, weil das eigene Geld durch Spekulanten und deren Aktivitäten, auch durch Manipulationen, zum willfährigen Mittel wird. Das hat auch Auswirkungen auf die Unternehmenskultur und es geraten die Eigner immer mehr unter Kontrolle ihres eigenen Besitzes und das alles für den Preis der Geldbeschaffung, was ja fast schon abartig ist, wenn ein Gewerbe bei jeder Handlung mehr auf die Interessen der Geldgeber achten muß, als auf die eigentliche Zielgruppe der Kunden. Im übrigen ist sind alle Geschäfte, die man nicht allein stemmen kann ehedem auf Sand gebaut, weil die Abhängigkeit auf Dauer zur größeren Last wird, als das eigentliche Tagesgeschäft und der Ursprung allen Tuns dann in den Hintergrund gerät, denn niemand gründet eine Firma für andere, sondern in erster Linie für sich selbst und andere springen nur auf, um sich dabei zu bereichern.

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