Covid-19: Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet

Bayern meldet sechs weitere Covid-19-Tote. Wer ist besonders gefährdet? Vor allem Senioren und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen.

Von Marco Maier

Heute teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit, dass es sechs weitere bestätigte Coronavirus-Todesfälle gibt. Deren Alter: 69, 80, 80, 86, 87 und 99. Damit sind es im Freistaat bereits 13 Tote, in ganz Deutschland bereits mindestens 40.

Angesichts dieser jüngsten Zahlen lohnt es sich, einen Blick auf die statistischen Daten zu werfen und sich zu fragen: Wer ist besonders gefährdet Komplikationen zu entwickeln und an der Infektion zu sterben?

Fakt ist, dass die Altersgruppe von 0 bis 39 Jahren eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nicht wirklich zu fürchten hat. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte Zahlen mit 55.924 labortechnisch bestätigten Fällen und 72.314 bestätigte, vermutete und asymptomatische Fälle der chinesischen Gesundheitsbehörde CCDC bieten entsprechende Hintergrunddaten.

So haben die unter-40-Jährigen insgesamt eine Sterblichkeitsrate von 0,2 Prozent, was wie bei der Altersgruppe von 40 bis 49 (mit 0,4 Prozent) hauptsächlich auf entsprechende Vorerkrankungen zurückzuführen ist. Bei der Altersgruppe unter 10 Jahren gab es übrigens nicht einen einzigen Todesfall. Übrigens gab es unter den Kindern nur sehr wenige Fälle.

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Auch die Altersgruppe von 50 bis 59 (mit 1,3 Prozent) dürfte insgesamt noch relativ fit sein, so dass man sich dort vor allem um die Risikogruppen kümmern sollte.

Studie: Blutgruppe A stärker anfällig für Covid-19

Im Alter kommen natürlich mehr Erkrankungen hinzu, was dazu führt, dass die 60 bis 69-Jährigen bereits eine Sterblichkeitsrate von 3,6 Prozent aufweisen, während es bei den 70-79-Jährigen bereits 8,0 Prozent sind, die laut den Statistiken an der Infektion sterben. Mit 14,8 Prozent aller erweiterten Fälle (21,9 Prozent aller von der WHO bestätigten Fälle) sind jene die bereits 80 Jahre oder älter sind besonders gefährdet.

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Hinzu kommt der Umstand, dass Männer eine höhere Sterblichkeitsrate aufweisen als Frauen. Bei den bestätigten Fällen laut WHO sind es 4,7 zu 2,8 Prozent, bei den erweiterten Fällen laut CCDC 2,8 zu 1,7 Prozent.

Besonders gefährdet sind auch Menschen mit bestimmten Krankheiten, wie die Statistiken zeigen. So weisen Menschen mit Kardiovaskulären Erkrankungen eine Sterblichkeit von 13,2 Prozent bei den bestätigten Fällen (10,5 Prozent aller Fälle) auf, Diabetiker haben demnach ein Sterblichkeitsrisiko von 9,2 Prozent (bzw. 7,3 Prozent).

Wer chronische Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Asthma…) hat, ist mit 8,0 Prozent der bestätigten Fälle (bzw. 6,3 Prozent ebenfalls mit einem deutlich höheren Sterblichkeitsrisiko konfrontiert. Ebenso jene mit Bluthochdruck (8,4 bzw. 6,0 Prozent) und Krebs (7,6 bzw. 5,6 Prozent). Bei jenen ohne vorher existierende Bedingungen liegt die Sterblichkeitsrate laut CCDC bei 0,9 Prozent.

Sollte eine Covid-19-Erkrankung tatsächlich zu einer Immunisierung führen, wie es einige Studien nahelegen, wäre es also sinnvoller, eine kontrollierte Ausbreitung des Virus zu ermöglichen und sich um den verstärkten Schutz der besonders für das Virus Anfälligen zu kümmern.

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Ein Kommentar

  1. War schon immer so, daß man als älterer Mensch, leichter eine Krankheit bekommt. Soll man sich des wegen zu Hause abschotten und warten daß man stirbt.? Hat man nicht gerade dann das Recht noch etwas vom Leben zu haben. Eine Spaziergang in der Sonne jemanden zu verbieten, weil er keine 30 mehr ist, ist seelische Grausamkeit. Außerdem gilt für jeden : ewiges Leben gibt es nicht und jeder hat sein Schicksal.! …..Panikverbreiten und Leuten das Leben zu versauern, ist Nächstenliebe?? Können Menschen noch soviel planen, entscheiden tut da wer anders.

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