Coronavirus-Update: Italien hilflos – Europa bleibt im Griff von Covid-19

In Italien scheinen all die Quarantänemaßnahmen nichts zu nützen. Im restlichen Europa scheinen sich die Covid-19-Erkrankungen auch noch nicht zu stabilisieren.

Von Marco Maier

Während die Volksrepublik China offenbar die Coronavirus-Pandemie unter Kontrolle bringen konnte, bei knapp 81.000 Gesamtfällen rund 67.000 Menschen als geheilt entlassen konnte und nur mehr fünf Neuinfizierungen meldete, sieht es in anderen Teilen der Welt etwas schlechter aus.

Italien, das europäische Epizentrum, vermeldete nicht nur ein Plus von 3.590 Infizierten auf nunmehr 24.747 Fälle im Land (wovon 2.335 als geheilt gelten), auch bei den Todesfällen durch das neue Coronavirus gibt es ein massives Plus von 368 auf nunmehr 1.809. Wenn man von den Zwergstaaten absieht, ist dies mit 409,3 der höchste Wert an Erkrankungen pro einer Million Einwohner.

In Spanien, welches mit einem Plus von 1.452 Fällen nun insgesamt 7.843 Erkrankungen meldet, sieht es nicht viel besser aus. Dort wurden 96 neue Todesfälle gemeldet, womit die Gesamtzahl der Todesopfer auf 292 stieg. Die Erkrankungsrate dort liegt bei 167,7 pro einer Million Einwohner.

Deutschland, welches die dritthöchste Zahl an Infektionen aufweist, vermeldet ein Plus von 1.214 auf 5.813 Fälle. Bei den durch das Virus verstorbenen gab es ein Plus von 2 auf nunmehr 11. Damit weist die Bundesrepublik von allen mit Tausenden Infizierten auch die niedrigste Sterblichkeitsrate auf. Auch liegt die Infektionsrate mit 69,4 pro einer Million Einwohner deutlich niedriger als in manch anderen Ländern.

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Stärker betroffen ist ebenso die Schweiz. Dort stieg die Zahl der Infizierten um 842 auf nunmehr 2.217, wodurch die Infektionsrate bei 256,2 pro einer Million Einwohner liegt. Auch gab es einen weiteren Toten, so dass nun bereits 14 Todesopfer beklagt werden müssen.

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In Österreich wurden 205 neue Fälle gemeldet, womit die Zahl der Infizierten in der Alpenrepublik nun bei 860 liegt. Es bleibt weiterhin bei einem Todesfall. Die Infektionsrate liegt bei 95,5 pro einer Million Einwohner.

Die nun schrittweise ausgerufenen Grenzschließungen werden allerdings nur bedingt zur Eindämmung des Virus beitragen können, so lange die Menschen sich bei Hamsterkäufen mit Toilettenpapier, Nudeln und Mehl eindecken und dabei dicht gedrängt in den Supermärkten stehen. Es ist also aufgrund der Inkubationszeit von bis zu drei Wochen damit zu rechnen, dass die Zahl der Erkrankten trotz diverser Quarantänemaßnahmen deutlich ansteigen wird.

Außereuropäische Fälle

Außerhalb Europas bleibt (abgesehen vom Ursprungsland China) der Iran weiterhin ein Sorgenkind. Teheran vermeldet 1.209 neue Fälle und damit nun 13.938 Infizierte. Auch bei den Todesfällen gab es einen starken Anstieg: 1.809 Menschen starben durch das Coronavirus, ein Plus von 113. Die Infektionsrate dort liegt bei 165,9 pro einer Million Einwohner.

Südkorea hingegen scheint mit der Eindämmung der Erkrankungen, die vor allem innerhalb einer Sekte stattfanden, Erfolg zu haben. Mit einem Plus von 76 auf nunmehr 8.162 Fälle bleibt der Zuwachs moderat. Auch gab es „nur“ drei Todesfälle mehr, wodurch die Zahl der Verstorbenen nun bei 75 liegt. Die Infektionsrate liegt mit 159,2 pro einer Million Einwohner jedoch ebenfalls im oberen Bereich.

Nicht unter Kontrolle ist die Lage in den Vereinigten Staaten. Dort wurde ein Anstieg der Fälle von 724 auf nunmehr 3.667 gemeldet. Die Zahl der Verstorbenen stiegt um elf auf nunmehr 68. Allerdings ist die Infektionsrate pro einer Million Einwohner mit 11,1 sehr niedrig.

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Viel besser sieht es in Japan aus, welches zu den ersten Ländern außerhalb Chinas gehört, die Infektionen mit dem neuen Coronavirus vermeldeten. Dort stieg die Zahl der Fälle um lediglich 35 auf nunmehr 839 an. Mit einem Plus von zwei sind nun 24 Tote zu beklagen. Wie gut die Abschottungs- und Quarantänemaßnahmen funktionieren, zeigt auch die niedrige Infektionsrate von 6,6 pro einer Million Einwohner.

Gesamtübersicht

Weltweit gab es bislang 169.357 bestätigte Infektionen. Von den 86.238 noch infizierten Patienten sind 80.318 (93 Prozent) in gutem Zustand, 5.921 (7 Prozent) in einem ernsten oder kritischen Zustand. Es ist zu erwarten, dass viele von diesen Patienten ebenfalls versterben werden.

Von den 83.119 geschlossenen Fällen gelten 76.618 (92 Prozent) als genesen, 6.501 (8 Prozent) sind gestorben. Nimmt man die noch offenen Fälle (unter Berücksichtigung der kritischen Fälle) her, kann man wohl von einer Mortalitätsrate von etwa 7 Prozent ausgehen.

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