Coronavirus treibt Airlines in die Krise

Einreiseverbote und gestrichene Flüge wegen des Coronavirus sorgen bei den Airlines für Probleme. Die Umsatzverluste summieren sich.

Von Redaktion

Die Luftfahrtindustrie könnte in diesem Jahr aufgrund der Auswirkungen des neuen Coronavirus bis zu 113 Milliarden US-Dollar Umsatz verlieren, warnte eine Branchenorganisation am Donnerstag, da sich die Epidemie weltweit rasch ausbreitet.

Die International Air Transport Association (IATA) schätzte die Einnahmeverluste für das Passagiergeschäft der Fluggesellschaften auf 63 bis 113 Milliarden US-Dollar – der höhere Wert für ein Szenario, in dem sich das Virus weiter verbreitet.

Die schlimmere Prognose bedeutet laut IATA einen Verlust der weltweiten Passagierumsätze um 19 Prozent.

„Finanziell wäre das in einem Ausmaß, das dem entspricht, was die Branche in der globalen Finanzkrise erlebt hat“, heißt es in einer Erklärung der Gruppe, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

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Es war eine weitaus düsterere Einschätzung als vor zwei Wochen, als die IATA prognostizierte, dass die Umsatzverluste bei 29,3 Milliarden US-Dollar liegen würden.

Seitdem hat sich das Virus jedoch schnell außerhalb Chinas verbreitet, wo es Ende letzten Jahres erstmals aufgetreten ist, und hat inzwischen rund 80 Länder und Gebiete erreicht. Mehr als 95.000 Menschen wurden infiziert und über 3.200 sind weltweit gestorben.

„Die Wende der Ereignisse infolge von Covid-19 ist nahezu beispiellos“, sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac nach einem Treffen in Singapur. „In etwas mehr als zwei Monaten haben sich die Aussichten der Branche in weiten Teilen der Welt dramatisch verschlechtert.“

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3 Kommentare

  1. Von mir aus können sie auch pleite gehen, denn man muß nicht überall auf der Welt sein, vor allen Dingen nicht, wenn keine Notwendigkeit besteht und außerdem sind es mit die größten Dreckschleudern und im übrigen sind solche Reisen noch lange kein Grund die Welt zu erfahren, das ist überhaupt nicht möglich und nur ein winziger Ausschnitt unseres Seins, die Leute zwei Straßen weiter kennen wir ja auch zeitlebens nicht und deshalb sind solche Freizeitambitionen in keinsterweise für die Menschheit förderlich, eher schädlich und das steht in keinem Verhältnis zum Vergnügen, übrigens Autofahren im Unverstand auch nicht.

  2. Nur ein konkretes Beispiel. Ich hatte zwei Bestellungen in China „laufen“. Alles ging planmäßig vonstatten, bis einschließlich der Transitabfertigung auf dem Flugplatz. Nur hatte just an diesem Tag die Lufthansa ihre Frachtflüge eingestellt.
    Die Chinesen haben blitzschnell reagiert und meine Bestellungen kamen nun nicht in Frankfurt/Main an, sondern in Warschau. Innerhalb von zwei Tagen hatte ich dann meine Artikel. Eine logistische Leistung, zu der heute kein deutsches Unternehmen mehr in der Lage wäre.

    Wer sich selbst bewusst und vorsätzlich ins Knie schießt, den sollte man nicht bedauern, sondern künftig meiden.

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