Coronavirus-Heilung: Inder trinken Kuhurin und baden in Mist

Religiöser Aberglaube führt dazu, dass in Indien Menschen Kuhurin trinken und in Kuhmist baden, um sich vor dem Coronavirus zu schützen…

Von Marco Maier

Wenn eine globale Epidemie zuschlägt, wird das Internet zu einem Ort, an dem die seltsamsten Gerüchte Beine wachsen lassen und sich wie ein Virus auf der ganzen Welt verbreiten können.

Viele falsche „Heilmittel“ im Zusammenhang mit dem Coronavirus, angefangen von Pestiziden, Bleichmitteln und Alkohol, sind im Internet verbreitet worden – manchmal mit verheerender Wirkung.

In der iranischen Region Khuzestan waren mehr Menschen an einem Cocktail aus Methanol und Bleichmittel gestorben, welches Gerüchten zufolge als Heilmittel für Covid-19 dienen sollte, als überhaupt welche an dem Virus.

Jetzt sind neue angebliche Heilmittel aufgetaucht…

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Laut All India Roundup haben Menschen in Indien als vorbeugende Maßnahme gegen das Coronavirus, das in mehreren Ländern zu Massenpanik geführt hat, ein spezielles Bad genommen.

Der Autor fährt fort: „Wir wissen, dass es nicht wahr ist, aber die Tatsache, dass die Menschen in Indien an die bizarre Behauptung glauben, ist gleichzeitig nur erschreckend und lustig.

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, wie viele Inder tatsächlich glauben und Kuhdungbäder nehmen, um zu verhindern oder zu heilen, dass sie das tödliche Virus erhalten.“

Und in einer anderen Story berichtete The Evening Standard, dass eine hinduistische Gruppe in Indien eine Kuhurin-Trinkparty veranstaltete, um sich gegen das Coronavirus zu immunisieren.

Dies kommt daher, dass viele Hindus glauben, dass die Kuh heilig ist. Deshalb glauben einige, dass der Urin des Rindes starke medizinische Eigenschaften enthalten kann – sogar stark genug, um Krebs zu heilen.

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Die Party wurde Berichten zufolge von Akhil Bharat Hindu Mahasabha (All-indische Hindu-Union) veranstaltet und versorgte rund 200 Personen.

Ähnliche Partys sollen im ganzen Land veranstaltet werden. Einer der Teilnehmer sagte: „Wir trinken seit 21 Jahren Kuhurin, wir nehmen auch ein Bad in Kuhdung.“

In Zeiten von Pandemien und größeren Bedrohungen scheinen sich die Menschen leichter von jeglicher Rationalität zu entfernen als in „normalen“ Zeiten und jeden noch so großen Unsinn zu glauben. Gerade religiöse Eiferer erhalten stärkeren Zulauf und können ihren Aberglauben verbreiten. Da fragt man sich schon, was noch so alles als „Kur“ gegen Covid-19 auftaucht.

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Ein Kommentar

  1. Es ist wirklich erschreckend Herr Maier, wie Sie hier Ihr inkompetentes Meinungsbild über Indien verbreiten.
    Woran liegt das?
    Kuhurin als Heilmittel ist schon mindestens einige Hundert Jahre im Gebrauch.
    Hat also nicht das Geringste mit Corona zu tun.
    Auch wenn ich selbst mir nicht vorstellen kann jemals so eine Flüssigkeit konsumieren zu können – alleine der Gestank ist eine unüberwindliche Hürde für mich – bin ich trotzdem in der Lage meine Mitmenschen in Indien nicht als Idioten erscheinen lassen zu müssen.
    Was haben Sie also wirklich für ein Problem mit Indien?
    In Indien trinkt man Kuhurin, hier wird eine Eigenurin-Therapie praktiziert.
    Gerade Kuhscheisse ist antiseptisch. Sind Sie in der Lage da jetzt eine intellektuelle Verbindung zu einem Virus herzustellen?
    Mir sind Menschen die Kuhpisse trinken durchaus lieber als Jene, die sich schon fast pathologisch über Andere erheben müssen.

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