Botschaft an Peking: US-Marine feuert Raketen im philippinischen Meer

Die Siebte US-Flotte führt immer noch Übungen im Südchinesischen Meer durch.

Von Dave DeCamp / Antikrieg

Die US-Marine hat in der vergangenen Woche im Philippinischen Meer scharfe Raketen abgeschossen, was als direkte Botschaft an China gewertet wird. Der Lenkwaffenzerstörer USS Barry startete eine Rakete Standard-2 mit mittlerer Reichweite, wie die Facebook-Seite der Siebten US-Flotte berichtet. Die Übung fand in den Gewässern östlich der Philippinen statt.

Nach Angaben der South China Morning Post wurde der Zerstörer von dem Lenkwaffenkreuzer USS Shiloh begleitet, der auch eine SM-2-Rakete abfeuerte. Die Post sprach mit Militäranalysten, die glauben, dass die Übung als Warnung für die chinesische Volksbefreiungsarmee (PLA) gedacht war.

Zhou Chenming, ein in Peking ansässiger Militäranalytiker, sagte: „Die US-Marine ist besorgt über die chinesischen Raketen, die China als Trumpf in einem militärischen Konflikt zwischen den beiden Parteien in der Region einsetzen könnte. Die Siebte Flotte will Peking davor warnen, dass sie Raketen aus China abfangen kann“. Die USA sind besorgt über einen Raketentyp, den die PLA in den letzten Jahren entwickelt hat und der eine Reichweite von 2.500 Meilen hat, was den US-Marinestützpunkt Guam in seine Reichweite bringt.

Trotz der Coronavirus-Pandemie führen die USA weiterhin Marine-Übungen im Südchinesischen Meer durch. Die Siebte US-Flotte führte vom 15. bis 18. März Operationen der Expeditionary Strike Force (ESF) im Südchinesischen Meer durch. Die ESF wurde von der Theodore Roosevelt Carrier Strike Group, einer großen Flotte von Flugzeugträgern, Zerstörern und Amphibienschiffen, durchgeführt.

Loading...

Seit 2015 führen die USA in der Nähe umstrittener Inselgruppen im Südchinesischen Meer sogenannte Freedom of Navigation Operations (FONOPs) durch. Die jüngste FONOP fand am 10. März statt, als der Zerstörer USS McCampell in der Nähe der Parcel Islands segelte, einer Gruppe von Inseln und Riffen, an denen sich die Ansprüche Chinas, Taiwans und Vietnams überschneiden.

Lesen Sie auch:  Xi Jinping fordert Russland und die asiatischen Partner auf, sich der Einmischung "externer Kräfte" zu widersetzen

China nannte die jüngste FONOP einen „hegemonialen Akt, der gegen das Internationale Recht verstößt und … den Frieden und die Stabilität im Südchinesischen Meer bedroht“.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

2 Kommentare

  1. Und wenn China nun dort in der Nähe auch Raketentests durchführt? Womöglich solche der Sorte, die aus Flugzeugträgern ratzfatz U-Boote machen? Wegen der Freiheit der Meere, dessen Vertragswerk die USA garnicht beigetreten sind!
    Und wie wäre es denn mit chinesischen Marine- und Raketenübungen vor Kaliforniens Küste? Auch wegen der Freiheit der Meere….

    1. Die Chinesen brauchen das nicht ihnen gehört die US-Industrie die sie sehr billig gekauft haben. Damit gehören ihnen die wesentlichen wichtigen Industrien der Welt, auch die deutsche.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.