Weg von den USA – ein neuer globaler Trend?

In letzter Zeit haben immer mehr Länder begonnen, sich von den Vereinigten Staaten zu distanzieren. Dieser Prozess wurde vor einigen Jahren besonders deutlich, als Donald Trump eine neue Politik ankündigte, die er America First nannte.

Es ist bemerkenswert, dass die USA nach dem Kalten Krieg eine dominierende Rolle auf der geopolitischen Bühne einnahmen und behaupteten, es sei die einzige überlebende Supermacht. Unter Trumps Führung würde Amerika versuchen, seinen „Vorrang“ gegenüber dem Rest der Welt um jeden Preis aufrechtzuerhalten, aber Washingtons Politik unter dem Motto „America First“ hat kürzlich begonnen, die Ablehnung vieler Länder der Welt zu provozieren.

In der gesamten EU diskutieren Analysten immer häufiger die Frage, die sie am meisten nervt: Wer ist das Hauptproblem für Brüssel – Russland oder die USA? Welche dieser Mächte ist für Europa ein geringeres Übel?

Und jetzt geben uns die jüngsten diplomatischen Schritte von Angela Merkel eine Antwort auf diese Frage. Jüngste Kontakte und persönliche Treffen zwischen den Führern Deutschlands und Russlands zu aktuellen Themen in Europa und im Nahen Osten, zum Bürgerkrieg in Libyen, zu einer Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran, zum Konflikt in der Ukraine und zur Vollendung von Nord Stream 2 deutet alle deutlich auf die Erwärmung der Beziehungen zwischen Moskau und Berlin hin.

Wir sehen Einschätzungen darüber, wie sich die Wahrnehmung der Vereinigten Staaten in Europa in den letzten Jahren verändert hat, die wachsende Kritik an Trumps Politik gegen den derzeitigen Führer der EU – Deutschland – da dieser erhebliche finanzielle Verluste durch harte antirussische Sanktionen von der anderen Seite des Atlantiks erlitten hat. Und Deutschland ist hier nicht das einzige Land das frustriert ist, da viele europäische Unternehmen den russischen Markt effektiv verloren haben und ihre früheren Positionen nun fest von chinesischen Herstellern besetzt sind. Berlin leidet jedoch weiterhin unter US-Sanktionen, insbesondere solchen, die kürzlich gegen die Nord Stream-2-Gaspipeline verhängt wurden, da die USA sich weigern, den Schaden zu berücksichtigen, den sie einem ihrer engsten europäischen Verbündeten – Deutschland – zugefügt haben.

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2 Kommentare

  1. Die EU als Sanktions-Büttel der USA – Bonmot dieser Woche aus España:
    Spaniens Opposition zeterte, weil sich Infrastrukturminister José Luis Àbalos im internationalen Bereich des Flughafens Madrid-Barajas mit Venezuelas Vizepräsidentin Dña. Delcy Rodriguéz zu einem Gespräch getroffen hat, obwohl gegen die Genannte gem. Anweisung aus Washington von der EU ein Einreiseverbot in die Schengen-Zone verhängt worden ist. Ein unkenntlich gemachter Geheimdienstler sagte in einem Interview, der Weiterflug des venezolanischen Regierungsfliegers nach Moskau habe den Zweck einer Goldlieferung erfüllt. Venezuelas Präsident Maduro feixte im TV: „Was Delcy & Àbalos beredeten, bleibt ihr süsßes Geheimnis, welches man in Spanien als DelcyGATE sieht . . .“
    Gründe für die Sanktionen der USA & EU gegen Venezuela: Weil Maduro westlichen Investoren keinen freien Zugang gibt und Liquidität in Rußland & China suchte, so daß Zinsen in Form von – den US $ nicht tangierenden – Öl- & Goldlieferungren getilgt werden. Rußland trägt technisches Wissen zur Ölförderung bei; Investitionen bis zu US $ 6 Milliarden. US-Raffinerien sind vom kompliziert zu verarbeitenden Schweröl abhängig, welches jetzt nach Indien exportiert wird. Vergrätzt sind die Amis auch wegen der russisch-venezolanischen Militärkoperatiion, dem Ausbau einer Luftwaffenbasis, auf der Putin atomwaffenfähige Bomber des Typs TU 160 sts
    stationieren ließ. Es ist evident, die im „Patio“ des „Yanqui“ eingezogenen Mitspieler, haben die Absicht zu bleiben !

  2. „als Donald Trump eine neue Politik ankündigte, die er America First nannte“
    Das haben schon andere Präsidenten gesagt, u.a. Ronald Reagen und Bill Clinton. Nur damals hatte das wohl medial nicht so viel Gewicht.

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