USA wollen 1 Milliarde Dollar für den Kampf gegen Gazprom bereitstellen

Washington will die dominante Stellung von Gazprom in Mittel- und Osteuropa brechen und dafür fast eine Milliarde Dollar in die Hand nehmen.

Von Redaktion

Washington plant, fast 1 Milliarde US-Dollar an 12 Staaten in Mittel- und Osteuropa zu überweisen, die Teil der Drei-Meere-Initiative sind. Washington will die Energieunabhängigkeit der Region erhöhen, indem es sie vom russischen Gas abzieht. Die Vereinigten Staaten hoffen, dass diese Maßnahme private Investoren ermutigen würde, den Energiesektor dieser Länder zu entwickeln, um ihre Abhängigkeit von Moskau zu verringern.

Einige Mitgliedstaaten der Drei-Meere-Initiative haben die Nachricht mit Begeisterung aufgenommen. Es ist offensichtlich, dass die zunehmende Energieunabhängigkeit einiger europäischer Länder hauptsächlich den Interessen von Gazprom in Europa schadet, schreibt Nezavisimaya Gazeta.

Außerdem kommt Washingtons Angebot inmitten der wachsenden Konfrontation mit Russland über das Nord Stream 2-Gasprojekt. Die USA lehnen den Bau der Gaspipeline ab und drohen den teilnehmenden Unternehmen mit scharfen Sanktionen. Unter anderem auch deshalb, weil Washington die eigene Schiefergas-Industrie unterstützen möchte, die ihr (teures) Flüssiggas nach Europa exportieren wollen.

Experten der Alpri-Denkfabrik stellen fest, dass Russland einige Möglichkeiten verpasst hat. „Neue EU-Mitglieder, die sich vor 30 Jahren aus der russischen Umlaufbahn gelöst haben, werden tatsächlich von den USA kontrolliert und stoßen häufig mit Brüssel zusammen. Washington liefert hier einen doppelten Schlag, indem es den deutschen Einfluss schwächt und die Energiekapazität Russlands in der EU konsequent fesselt“, sagten die Analysten.

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Während die USA diesen Ländern helfen, neue Machtstrukturen aufzubauen und Werte wie Marktfreiheit und Energiesicherheit zu fördern, ist Russland seit Jahrzehnten untätig und „verlässt sich im Energiedialog auf Deutschland, aber die Realität sieht jetzt anders aus“.

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4 Kommentare

  1. im grunde ist es genau so, wie es die „Nezavisimaya Gazeta“ (=Unabhängige Zeitung) es schreibt – dem yankee geht es nur darum, der RF zu schaden. Sofern der letzte absatz zur Alpri-Denkfabrik gehört, hat sie in diesem teil etwas unrecht – in der RF verlässt man sich schon eine weile lang nicht mehr auf die BRD.

  2. Konkurenzkampf, Marx mit seinen Stufen der Gewinnmaximierung, 300 % und der Galgen wird riskiert.
    In Syrien klauen die Amis das Öl im Osten. Früher hießen sie noch IS.
    In Osteuropa soll der amerikanische Kontinent für einen warmen Arsch sorgen. Das „Holz“ von nebenan wird durch „Edelholz“ ersetzt, herangekarrt über 10.000 km.
    Die Konzerne halten dagegen. Die neue „Betriebswache“ – Privatarmee. Den Ruf der „Roten Armee“ hält eine Truppe aus diesem Raum hoch. Wagner (nebenbei auch noch die Assoziation deutsch). Da sind da unten so etwas wie „Gegen-IS“. Was machen die in anderen Teilen der Welt?
    Die Gasleitung Ostsee wird fertig.
    Unsere Arschkriecher: Ultimatum nicht möglich. Gasleitung gegen Elektroautos. Das wäre doch mal ein Signal.
    Wenn ein neuer „Einstein“ ein 10 KW Raumenergie-Anzapfer-Gerät in jedes Haus stellt, was macht der ölgestützte Dollar dann?

    Recherchiert selber. Dauert ein Paar Jahre. So war es bei mir.

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