Studie: Zustimmung zur russischen Außenpolitik nimmt weltweit zu

Die Außenpolitik Russlands und jene der USA spalten nach wie vor die Welt. Insgesamt betrachtet gibt es jedoch einen Punktesieg für Moskau.

Von Redaktion

Laut einer jährlichen Studie von Gallup International und seinem Vertreter in Russland, der Romir Research Holding, erhielt die russische Außenpolitik im Jahr 2019 weltweit mehr Zustimmung als im Vorjahr.

An der Umfrage nahmen rund 50.000 Menschen aus mehr als 50 Ländern teil. Fast die Hälfte von ihnen (49 Prozent) glaubt, dass die russische Außenpolitik die Welt destabilisieren wird. Im Jahr 2018 lag diese Zahl jedoch bei 52 Prozent, schrieb Vedomosti.

Etwa ein Drittel der Befragten (32 Prozent, 5 Prozentpunkte mehr als 2018) bezeichnete den Einfluss Russlands hingegen als stabilisierenden Faktor. Kasachstan zeigte die größte Unterstützung für die russische Außenpolitik (79 Prozent der positiven Bewertungen) sowie Vietnam (73 Prozent) und Serbien (68 Prozent).

Die am wenigsten positive Meinung zu Russland wurde in Finnland (4 Prozent), Japan (5 Prozent) und den Vereinigten Staaten (6 Prozent) gezeigt. Im Allgemeinen stieg der Zustimmungsindex der russischen Außenpolitik (die Differenz zwischen positiven und negativen Bewertungen) von -25 auf -17 Prozentpunkte.

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Die US-Außenpolitik erhielt ähnliche Schätzungen. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) hält dies für destabilisierend, und 31 Prozent sahen den Kurs Washingtons positiv. Die Philippinen (80 Prozent), Nigeria (77 Prozent) und Vietnam (74 Prozent) gaben die größte Zustimmung an.

Deutschland (10 Prozent), Finnland (7 Prozent) und Syrien (5 Prozent) zeigten hingegen die geringste Zustimmung. Somit bleibt auch der amerikanische außenpolitische Index negativ (-23 Prozentpunkte), wuchs aber gegenüber 2018 um 5 Prozentpunkte an. Insgesamt ist dieser Wert jedoch schlechter als jener Russlands.

Diese Meinungen können breiter ausgelegt werden als nur Einschätzungen der Außenpolitik, sagte Andrei Milekhin, Präsident von Romir, gegenüber der Zeitung. „Dies ist eher eine Bestätigung oder Missbilligung der Werte und der Weltordnung, die von Supermächten oder Blöcken erklärt werden.“ Trotz informativer Globalisierung und politischer Lokalisierung „wird die Welt eindeutig tripolar“, sagte der Soziologe.

„Natürlich ist die Europäische Union auch bei der Überwachung präsent, aber ihre Rolle in der Weltpolitik ist schwer mit dem Einfluss zu vergleichen, den Russland, die USA und China auf die Welt haben“, fügte er hinzu.

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