Demokratie als Witzveranstaltung

Demokratie ist eine Witzveranstaltung. Mit Volksentscheid hat dieses System null und gar nichts zu tun, es dient nur zur Vertarnung der eigentlichen Entscheidungsträger. Ein Blick nach Thüringen und Iowa.

Von Wolfgang Eggert

Der Thüringer Landtag vor dem 3. Wahlgang: 2 mal ist der linke Bodo Ramelow schon durchgefallen. Passiert das auch im 3. Durchgang – ohne dass die Parlamentarier ihr Herz für einen überraschenden Alternativkandidaten entdecken – dann kann der AltLandesvater im Amt verbleiben.​

Was zunächst keiner für möglich hielt passiert tatsächlich: Die mit 5 Prozent gerade noch ins Parlament gekommene FDP stellt mit Thomas Kemmerich einen eigenen Mann zur Wahl. Zunächst steht man vor einem Rätsel. Keine Partei des Rot-Rot-Grünen Bündnisses in Thüringen sollte Anlass haben, für den liberalen Newcomer zu stimmen. Aus diesem Grund hat der Neuling nur Chancen auf den Premiersessel, wenn ausser den Seinen auch die Christdemokraten UND die AfD für ihn stimmen. Dass die FDP auf genau diesem Weg zum ersten mal seit über 60 Jahren einen Ministerpräsidenten-Posten besetzen sollte, das soll nach Recherchen der „Qualitätspresse“ zu diesem Zeitpunkt bereits zwischen den bürgerlichen Landesparteien ausgekungelt worden sein. Ohne Wissen der CDU-Zentrale in Berlin. Mit Wissen von FDP-Chef Lindner.​

Am Ende kommt die Sensation: Kemmerich erhält – wie von den bürgerlichen Parteien berechnet – wirklich die Stimmenmajorität. Was aber ebenfalls kam – und weder die Liberalen noch die Christdemokraten vor Ort berechnet hatten – war die Reaktion ihrer Parteioberen in Berlin. Von dort – und den angeschlossenen Merkel/NWO-Medien – erschallte sofort ein postsowjetisches „Njet – Nur über unsere Leiche“. Als die Untergebenen in der Ostzone auch darauf nicht reagieren wollten begann man aus West-Berlin (und Brüssel) schnell zu drohen: Nur über EURE Leichen, hieß es nun. ​

In der FDP hagelte es ein Sonderdonnerwetter. Kemmerich wurde mit dem sofortigen Parteiausschluss gedroht, selbst Lindner, der über den Kungel unterrichtet gewesen sein musste, erwartete laut mehreren Nachrichtentickern eine Ablösung als Parteichef. ​

Daraufhin lief, nein fuhr, nein jettete der smarte Liberalenchef nach Erfurt. Um den frischgewählten FDP-Ministerpräsidenten Kemmerich zum Rücktritt zu drängen. Der willigte schließlich ein. Kemmerichs Begründung vor der Öffentlichkeit ist eine Zumutung.

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„Gestern hat die AfD mit einem perfiden Trick die Demokratie versucht zu beschädigen und dem weichen wir aus“. So lauteten seine Worte.​

Lindner muss sich Medienberichten zufolge trotzdem vor einem stalinistischen Parteigremium verantworten, er will die Vertrauensfrage als FDP-Parteichef stellen.​

Angesichts dieser Vorgänge mag sich mancher Irrenarzt in seiner Berufsentscheidung bestätigt sehen. Während der herkömmliche Wähler einfach nur staunt. Letzteres allerdings zu unrecht, denn derartige Logik-Schieflagen gehören aus Gründen, die erst abschließend zu erörtern sind, zum festen Bestand einer wohlgeschmierten Demokratie. Wir zeigen das an einem weiteren Beispiel, das uns nun in die USA führt.​

Dort trat (machen wir es uns mit deutschen Namen einmal kurzweilig und merkenswerter) soeben bei einer Landeswahl neben anderen Politikern auch die Kandidaten Geldmüller und Volksmeier an. Volksmeier ist ein echter Linker, der das Big Business gern zur Kasse bitten will und nicht unbedingt als Freund der Globalisierung gilt. Mit Israel hat er´s auch nicht so, für Kriege ist er schon gar nicht zu haben. ​

Geldmüller erscheint da wie das genaue Gegenteil. Sein Wahlkampfteam ist ein Planschbecken für Finanzhaie, CIA-Umstürzler, Militärs und für Lobbyisten dieses wohlbekannten, kleinen Nahoststaats.

Nun möchte jeder halbwegs wache Kenner der amerikanischen Verhältnisse meinen, der Ausgang der Wahl wäre ja wohl klar: Geldmüller gewinnt, da er Dank praller Spendensäcke den aufwändigeren Wahlkampf führen konnte. Aber das stimmt nicht! Tatsächlich haben die einflussreichen Strippenzieher diesmal geschlafen. Sie dachten, das Dauermantra ihrer Medienindustrie „Volksmeier hat keine Chance“ werde schon reichen; wer dann statt seiner gewinne sei Wurst, da die aussichtsreichsten Kandidaten alle auf ihren „Payrolls“ standen. ​

…doch, Pech gehabt! In den letzten Wochen vor der Abstimmung legte ausgerechnet Volksmeier plötzlich in allen Umfragen zu und stand am Ende eindeutig an der Spitze der landesweiten Beliebtheitsskala. „Was kann man da schon machen“, fragt sich der landläufige Untertan. Er würde nun aufgeben, weil es ihm an Hirnschmalz und nötiger Verschlagenheit fehlt – beides Charakterzüge, die unseren Strippenziehern allerdings im Übermass zu Eigen sind. Dort hatte man natürlich auch einen „Plan B“ in der Hinterhand. Er bestand in einer Firma namens „Acronym“, deren Tochterunternehmen Pacronym für nichts anderes zuständig ist, als für politische Lobbyarbeit – für Israel, für den Turbokapitalismus, für Kriege usw. usf. Acronym gründete, und – nun wird es wirklich interessant – zur Vorbereitung der genannten Wahl im letzten Jahr eine weitere Firma unter dem Namen Shadow.inc. was sehr passend ist, da man in den USA Shadow (übersetzt: Schatten) oft mit dem Begriff „Shadow Government“, zu deutsch „Schattenregierung“ bzw. „Nebenregierung“ verbindet.

Das Kerngeschäft von Shadow.inc war nun die Herstellung eben jener App, mittels derer der Urnengang in dem betreffenden Land stattfand, gespeichert und ausgewertet wurde. Es war jene App, dank derer am Tag der Stimmabgabe alle Ergebnisse „verschwanden“. Einen vollen Tag und eine volle Nacht wusste kein Mensch, wie stark der klare Favorit Volksmeier denn nun gewonnen hatte. Dann, mit einer weltrekordverdächtigen Verspätung, wurden aus der Dunkelheit dieses Wundergeräts erstaunliche Zahlen gezaubert: Geldmüller, den vorher kein verlässlicher Wahlanalyst auf der Rechnung hatte, schlug Volksmeier, um Haaresbreite.​

Würden Sie es jemandem verübeln, wenn der dieses Ergebnis mit einem ironischen „Wer´s glaubt…“ kommentieren würde? Vielleicht nicht. Sie würden es noch weniger tun, wenn sie wüssten, dass Geldmüller dem wundersamen Stimmenauszählungsunternehmen im letzten Sommer über 40.000,- Dollar gespendet hat, im Gegenzug für, wörtlich, „Rechte an der Software“. Und ganz und gar still würden wahrscheinlich selbst die letzten Systemgläubigen, wenn sie erfahren, mit wem die Mitgründerin und Generaldirektorin des Shadow-Mutterschlachtschiffs Aconym verheiratet ist: es ist niemand geringerer als Geldmüllers leitender Wahlkampfstratege. ​

Exakt diese Geschichte hat sich parallel zur Thüringen-Wahl im US-Staat Iowa zugetragen. Sie müssen nur zwei Namen vertauschen. Volksmeier heisst in Wirklichkeit Bernie Sanders, Geldmüller ist der „Wahlsieger“ Pete Buttigieg.​

Die Hintergründe dieses Skandals blieben in den USA fast unbekannt, da die Acronym-Gruppe auch einen Großteil der amerikanischen Presse steuert. ​

Bitte merken Sie sich: ​

Demokratie ist eine Witzveranstaltung. Mit VOLKSentscheid hat dieses System null und gar nichts zu tun, es dient nur zur Vertarnung der eigentlichen Entscheidungsträger: Plutokraten und globalistische Eliten. Das wusste schon der Urvater der EU, Graf Coudenhove-Calergi. Und der sagte das auch so, bereits in den 20er Jahren. In der Zeitung gedruckt oder im Radio gesagt hat das keiner.​

Wolfgang Eggert (*1962) ist ein deutscher Journalist und Historiker. Er hat sich entschlossen mit seinem Projekt  http://www.siedlergemeinde.org das deutsche Irrenhaus zu verlassen.

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