Coronavirus: Es wird nicht besser…

Immer mehr bestätigte Fälle, immer mehr Tote und inzwischen schon erste Mutationen… Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht.

Von Marco Maier

Die Gesundheitsbehörden auf dem chinesischen Festland meldeten weitere bestätigte Fälle von Coronaviren und Todesfälle, die auf die sich schnell ausbreitende Krankheit zurückzuführen waren. Die Gesamtzahl belief sich am Sonntag auf 17.205 bzw. 361.

Chinas Nationale Gesundheitskommission (NIH) meldete 2.829 neue Fälle und 57 Todesfälle. Dem stehen landesweit 2.590 Neuerkrankungen und 45 Todesfälle am Samstag gegenüber. Von den neu gemeldeten Todesfällen waren 56 in der Provinz Hubei – dem Epizentrum des Ausbruchs des Coronavirus – und einer in Chongqing.

In Hubei stieg die Zahl am Montag um 2.103 bestätigte Fälle und 56 Todesfälle, nach 1.921 und 45 am Sonntag. Insgesamt sind damit laut NIH 20.438 Fälle in China bekannt, wobei 2.788 als schwer bzw. kritisch gelten. Zudem gibt es 23.214 Verdachtsfälle und 221.015 Personen stehen unter Überwachung, weil sie engen Kontakt mit infizierten Personen hatten.

Ausbreitung des Coronavirus während der letzten Tage, inklusive Todesfälle.

Wie die obige Grafik zeigt, geht es mit den Infektionen weiter, allerdings scheint die Sterblichkeitsrate langsam zu sinken. Offenbar schlagen mittlerweile einige Behandlungsmethoden bei schweren und kritischen Fällen an. Insgesamt wird die Sterblichkeitsrate mit 2,2 Prozent angegeben.

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Bis in etwa einer Woche sollte man erkennen, ob die Lage unter Kontrolle gebracht werden kann, oder ob man sich ernsthafte Sorgen machen sollte. Bislang scheinen die Quarantänemaßnahmen jedoch nur beschränkt erfolgreich zu sein.

Mutationen entdeckt

Chinesische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben „auffällige“ Mutationen im neuen Coronavirus entdeckt, die möglicherweise während der Übertragung zwischen Familienmitgliedern aufgetreten sind. Dies berichtet die „South China Morning Post„. Die Auswirkungen der Mutationen auf das Virus sind nicht bekannt, sie können jedoch das Verhalten des Virus verändern.

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Forscher, die eine Gruppe von Infektionen in einer Familie in der südlichen Provinz Guangdong untersuchten, sagten, dass die Gene des Virus einige signifikante Veränderungen durchgemacht hätten, als sie sich innerhalb der Familie ausbreiteten.

Viren mutieren ständig, aber die meisten Änderungen sind synonym oder „still“ und haben nur geringe Auswirkungen auf das Verhalten des Virus. Andere, sogenannte nicht-synonyme Substitutionen, können biologische Merkmale verändern und es ihnen ermöglichen, sich an unterschiedliche Umgebungen anzupassen.

Laut einer neuen Studie von Professor Cui Jie und Kollegen am Institut Pasteur in Shanghai fanden zwei nicht-synonyme Veränderungen in den aus der betroffenen Familie isolierten Virusstämmen statt.

Dieser Fall wies darauf hin, dass „die Virusentwicklung möglicherweise während der Übertragung von Mensch zu Mensch stattgefunden hat“, wie sie in dem Artikel beschrieben haben, der am 29. Januar in der Zeitschrift National Science Review veröffentlicht wurde.

„Eine genaue Überwachung der Mutation, Evolution und Anpassung des Virus ist erforderlich“, fügten sie hinzu. Das Team von Cui entdeckte außerdem zwischen dem 30. Dezember und Ende Januar insgesamt 17 nicht-synonyme Mutationen aus Fällen im ganzen Land.

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