Coronavirus: Aktien fallen – Gold steigt

Die Aktien weltweit wurden am Montag gehämmert und die Goldpreise stiegen beim Einstieg in sichere Häfen, da die Befürchtungen zunahmen, dass das neue Coronavirus das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen würde.

Von Redaktion

Die Aktienbörsen waren ein Meer von Rot, einschließlich in Mailand und Seoul – mit Italien und Südkorea in zwei Ländern außerhalb Chinas, in denen in den letzten Tagen das Virus ausgebrochen ist und hunderte Infektionsfälle verursachte.

In den USA stürzte der Dow Jones in seiner schlechtesten Sitzung seit mehr als zwei Jahren um mehr als 1.000 Punkte ab.

„Die Marktreaktion ist eine klassische ‚jetzt verkaufen und später Fragen stellen'“, sagte Quincy Krosby, Chef-Marktstratege von Prudential Financial zur Nachrichtenagentur AFP. Er betonte, der Ausverkauf spiegele die Befürchtungen wider, dass das Virus das Gewinnwachstum beeinträchtigen könnte.

Die Ölpreise fielen aufgrund der Sorgen um die Nachfrage, während die Goldpreise am Londoner Bullion Market auf 1.698,31 US-Dollar pro Unze stiegen. Das ist ein Niveau, das zuletzt im Januar 2013 erreicht wurde, bevor sie sich etwas zurückzogen. Die Anleger nutzen das Edelmetall als Sicherheitsmaßnahme inmitten der Marktturbulenzen.

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Laut Analysten waren die Anleger durch die Ausbreitung der Krankheit verunsichert.

Italien meldete seinen siebten Tod durch das Coronavirus, aber die Regierungsvertreter forderten Ruhe und berichteten, dass sich die Zahl der Infektionen nach einem Anstieg am Wochenende verlangsamte.

In der Zwischenzeit sagte die Weltgesundheitsorganisation, die neue Coronavirus-Epidemie habe in China „ihren Höhepunkt erreicht“, warnte jedoch davor, dass ein Anstieg in anderen Fällen „zutiefst besorgniserregend“ sei und alle Länder sich auf eine „potenzielle Pandemie“ vorbereiten sollten.

US-Präsident Donald Trump auf Twitter sagte, das Virus sei „in den USA sehr unter Kontrolle“ und fügte hinzu, dass „die Aktienmärkte für mich langsam sehr gut aussehen!“

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Trumps Kommentare zielten darauf ab, die Schnäppchenjagd zu fördern, nachdem die wichtigsten US-Indizes um mehr als drei Prozent gefallen waren und alle elf Industriesektoren zusammenbrachen.

Zuvor waren die europäischen Aktienmärkte ein Meer von Rot: Frankfurt und Madrid fielen um 4,0 Prozent, Paris verlor 3,9 Prozent und London verlor 3,3 Prozent.

„Die Wurzel des Problems ist folgende: Es besteht die wachsende Angst, dass der Shutdown-Effekt, der Chinas Wirtschaft getroffen hat, anderswo ankommt und das globale Wachstum und die Gewinnwachstumsaussichten erneut beeinträchtigt“, kommentierte Patrick O’Hare bei Briefing.com.

Unternehmen, die mit Reisen und Tourismus in Verbindung stehen, waren besonders gefährdet. Der Kurs der in Sydney gelistete Fluggesellschaft Qantas sank um mehr als sieben Prozent und jener von Air China in Hongkong um fast sechs Prozent.

Eine Ausnahme bildete Gilead Sciences, das nach optimistischen Kommentaren eines Vertreters der Weltgesundheitsorganisation zum Remdesivir des Unternehmens, einem experimentellen Medikament zur Behandlung des Virus, um 4,6 Prozent zulegte.

Hier eine Übersicht der Märkte:

New York – Dow: DOWN 3.6 percent at 27,960.80 (close)

New York – S&P 500: DOWN 3.4 percent at 3,225.89 (close)

New York – Nasdaq: DOWN 3.7 percent at 9,221.28 (close)

Milan – FTSE Mib: DOWN 5.4 percent at 23,427.19 (close)

Madrid – IBEX 35: DOWN 4.1 percent at 9,483.50 (close)

London – FTSE 100: DOWN 3.3 percent at 7,156.83 (close)

Frankfurt – DAX 30: DOWN 4.0 percent at 13,035.24 (close)

Paris – CAC 40: DOWN 3.9 percent at 5,791.87 (close)

EURO STOXX 50: DOWN 4.0 percent at 3,647.98 (close)

Seoul – KOSPI: DOWN 3.9 percent at 2,079.04 (close)

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Shanghai – Composite: DOWN 0.3 percent at 3,031.23 (close)

Hong Kong – Hang Seng: DOWN 1.8 percent at 26,820.88 (close)

Tokyo – Nikkei 225: Closed for a public holiday

Brent Crude: DOWN 3.8 percent at $56.30 per barrel

West Texas Intermediate: DOWN 3.7 percent at $51.42 per barrel

Gold: UP at $1,676.50 per ounce from $1,643.41 late on Friday

Euro/dollar: UP at $1.0852 from $1.0847

Pound/dollar: DOWN at $1.2924 from $1.2964

Euro/pound: UP at 83.95 pence from 83.67 pence

Dollar/yen: DOWN at 110.71 from 111.61

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