Annegret Kramp-Karrenbauer ist als CDU-Vorsitzende gescheitert. Nun könnte Friedrich Merz das Ruder übernehmen – doch das würde Angela Merkel den Kanzlerposten kosten…

Von Michael Steiner

Nach mehreren politischen Angriffen aus ihrer eigenen Partei gibt Annegret Kramp-Karrenbauer auf. Sie musste zwangsläufig scheitern. Die parteiinternen Querelen hinsichtlich der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen waren wohl der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte.

Doch wie geht es weiter? Einige Politanalysten glauben, dass nun ein Mann einspringen – und auch Kanzlerkandidat werden – soll. Am wahrscheinlichsten einer, der derzeit Ministerpräsident ist und so zumindest nicht direkt mit der Bundespolitik in Verbindung gebracht wird. Der Name Armin Laschet wurde schon oft genug genannt, zumal er auch als Verbinder zu den Grünen gilt.

Aber auch Jens Spahn und Friedrich Merz sind noch lange nicht aus dem Rennen. Beide gelten als eher konservativ und als wirtschaftsliberal, die zwar eher mit der FDP koalieren würden, aber auch „Jamaica“ durchregieren könnten. Vor allem jedoch würde man beiden zutrauen, den Aufstieg der AfD einbremsen zu können.

Doch eines ist auch klar: sollte Merz das Ruder übernehmen, würde er nicht nur die Partei selbst wieder zur Ordnung rufen, sondern auch auf den fliegenden Wechsel im Bundeskanzleramt bestehen. Der langjährige BlackRock-Manager spielt nicht gerne die zweite Geige, sondern will mit einem Amtsbonus in den Wahlkampf ziehen. Doch das würde wahrscheinlich die SPD nicht mitmachen und die Koalition aufkündigen.

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Für die auf „Stabilität“ und „Kontinuität“ setzende CDU wäre dies ein unerwünschtes Szenario, so dass Merz trotz seiner Beliebtheit in einigen CDU-Kreisen und den konservativeren Wählerschichten wohl doch keine Chance bekommt. Man kann eher davon ausgehen, dass es der eher farblose Laschet wird, der den Posten übernimmt. Doch das werden die Wähler wohl kaum honorieren.

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