Berichten zufolge wurde Thilo Sarrazin aus der SPD ausgeschlossen. Doch er selbst weiß (noch) nichts davon.

Von Michael Steiner

Wegen seiner Bücher, in denen der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin auch gesellschaftliche Entwicklungen infolge der anhaltend starken Migration aus Afrika und dem Nahen Osten kritisierte, wurde der langjährige SPD-Politiker aus den Reihen seiner eigenen Partei massivst angegriffen. Auch ein Parteiausschluss war immer wieder im Gespräch.

Nun soll dies laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA geschehen sein. Die Landesschiedskommission der Berliner SPD habe die Entscheidung gefällt, wobei demnach dessen jüngstes Buch „Feindliche Übernahme“ und sein Auftritt bei einer Veranstaltung der FPÖ im EU-Wahlkampf eine große Rolle gespielt haben soll.

Gegenüber dem sozialdemokratisch ausgerichteten „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ zeigte sich Sarrazin jedoch irritiert. „Ich weiß von nichts, die SPD hat mir nichts mitgeteilt“, sagte Sarrazin am Donnerstagmittag.

Sollten die Berichte zutreffen, werde er auf jeden Fall Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Landesschiedsgerichtes der Berliner SPD einlegen, so Sarrazin weiter. „Ich ziehe vor das Bundesschiedsgericht – mein Anwalt hat schon den entsprechenden Auftrag.“

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Sarrazin hatte immer wieder darauf bestanden, weiterhin Mitglied der SPD bleiben zu wollen, auch wenn dessen Ansichten vor allem beim linken Flügel der Partei auf massive Feindseligkeiten stoßen. Doch eben dieser Flügel befindet sich derzeit massivst im Aufwind, so dass der Gegenwind nur stärker werden konnte.

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2 thoughts on “Wurde Sarrazin aus der SPD ausgeschlossen?”

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