Washingtons expansionistische Politik in Afrika

Afrika spielt für die USA zunehmend eine wichtige geostrategische Rolle. Dies spiegelt sich auch in der Zunahme von Militärbasen und Truppen wider.

In den letzten Jahrzehnten war der afrikanische Kontinent das Ziel der Expansionspolitik der USA, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zunahm. Zu dieser Zeit wandten sich die Vereinigten Staaten von Amerika Afrika zu, einem Kontinent, der reich an natürlichen Ressourcen und von strategischer Bedeutung ist. Donald Trumps politischer Kurs trug dazu bei, diese Politik zu festigen, indem er von Asien (Schwerpunkt der Regierung von Barack Obama) nach Afrika abwanderte.

Die Vereinigten Staaten sind aus wirtschaftlicher Sicht besonders an den natürlichen Ressourcen des Kontinents interessiert, zu denen in erster Linie die fossilen Brennstoffe und die Rohstoffe Afrikas (z. B. Seltenerd-Mineralien) gehören, die für militärische und zivile digitale Technologien von entscheidender Bedeutung sind. Südafrika alleine liegt an sechster Stelle, gemessen an der Größe seiner Vorkommen an Seltenen Erden (REE). Darüber hinaus ist eine stabile Versorgung der Vereinigten Staaten mit Mineralien wie Kobalt, Mangan und Chrom aus Afrika in letzter Zeit von entscheidender Bedeutung.

Mit dem Ziel, die Handels- und Wirtschaftspolitik der USA an die der afrikanischen Länder anzupassen, billigte der US-Kongress die Einrichtung des Forums für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den USA und Subsahara-Afrika. Infolgedessen muss der Leiter des US-Außenministeriums auf Ministerebene jährliche Sitzungen abhalten, und der US-Präsident organisiert regelmäßige Treffen mit Führern afrikanischer Länder, um spezifische Fragen der Zusammenarbeit zu erörtern. Eine besondere Rolle spielt das Gesetz über Wachstum und Chancen in Afrika (African Growth and Opportunity Act, AGOA), das im Jahr 2000 im Rahmen einer umfassenderen Gesetzgebung zu Handel und Entwicklung erlassen wurde. Mit der Verabschiedung des AGOA erkannte der US-Kongress an, dass die afrikanischen Staaten südlich der Sahara reich an natürlichen und menschlichen Ressourcen sind und ein enormes wirtschaftliches Potenzial besitzen, weshalb die Region für die Vereinigten Staaten von langfristigem politischem und strategischem Interesse ist.

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Um ihre Position in Afrika zu stärken, konzentrieren sich die Vereinigten Staaten zunehmend auf die Nutzung ihres politischen und militärischen Einflusses. Zum ersten Mal seit 1945 gründeten die USA 2007 ein neues Regionalkommando, das United States Africa Command (AFRICOM), dessen Zuständigkeitsbereich das Gebiet von 53 Ländern abdeckt. Die Mission von AFRICOM umfasst die Ausarbeitung einer Strategie für die Durchführung von Operationen auf dem afrikanischen Kontinent und die Ausbildung von Streitkräften afrikanischer Nationen, die Washington treu ergeben. Eine der Hauptaufgaben des United States Africa Command ist der Schutz und die Sicherung der natürlichen Ressourcen und Transportmittel des Kontinents. Laut The Guardian sind derzeit 7.500 amerikanische Soldaten Teil des United States Africa Command. Diese Soldaten sind in praktisch allen afrikanischen Ländern im Einsatz (im Jahr 2017 waren es 6.000).

Daher sind die Vereinigten Staaten die einzige Nation auf der Welt, die als Teil ihrer Streitkräfte ein separates Kommando für Afrika hat, das mit Hilfe amerikanischer Waffen Washingtons Expansionspolitik unterstützt. Selbst Kolonialmächte wie Frankreich und Großbritannien, die nach wie vor versuchen, verschiedene Prozesse in einer beträchtlichen Anzahl afrikanischer Nationen zu überwachen, haben sich dagegen entschieden.

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