Laut dem irakischen Premierminister war Qassem Soleimani auf diplomatischer Mission im Irak. Er sollte einen Brief für die Saudis übermitteln.

Von Redaktion

Zuerst einmal: In der irakischen Invasionswelt nach 2003, die auf falschen Behauptungen über Massenvernichtungswaffen basiert, sollten alle offiziellen US-amerikanischen Behauptungen, die auf nicht spezifizierten „Geheimdienstbewertungen“ beruhen, mit tiefer Skepsis behandelt werden, wenn nicht sogar mit völliger Ablehnung.

Aus diesem Grund stellten viele sofort zu Recht die offizielle Trump-Regierungserzählung in Frage, dass Qassem Soleimani in der Nacht seines Todes durch einen US-Drohnenangriff in Bagdad war, um weitere Angriffe auf Amerikaner und US-Interessen zu organisieren. Diese wichtige Behauptung diente als nachträgliche Rechtfertigung des Weißen Hauses für die Ermordung des führenden iranischen Generals.

Und nun hat sich herausgestellt, dass der ermordete Chef der Quds Force der IRGC (die Eliteeinheit des Landes) am vergangenen Donnerstagabend im Rahmen der laufenden diplomatischen Bemühungen um Friedensvermittlung und eine Entspannung der Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran am Flughafen Bagdad eingetroffen war. Dies sagt nicht weniger als der irakische Premierminister Adel Abdul-Mahdi.

Der Irak habe als Vermittler für wichtige diplomatische Versuche der Saudis gedient, bei denen die Spannungen zwischen Teheran und Riad nach einem Sommer der „Tankerkriege“ und den Angriffen auf Aramco vom 14. September, die dem Iran und seinen Vertretern in der Region weithin vorgeworfen wurden, zunahmen.

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Adel Abdul Mahdi sagte dem Parlament in einer Rede am Sonntag, der Mord an Soleimani sei ein „politisches Attentat“ der USA gewesen, so The Daily Mail.

Abdul Mahdi deutete an, dass der iranische Militärführer im Rahmen von irakisch vermittelten Verhandlungen mit dem größten regionalen Rivalen des Iran, Saudi-Arabien, in Bagdad war.

Er sagte, dass Soleimani ihn am selben Tag treffen wollte, an dem er getötet wurde.

„Er ist gekommen, um mir eine Nachricht aus dem Iran zu überbringen. Er hat auf die Nachricht geantwortet, die wir aus Saudi-Arabien in den Iran übermittelt haben“, sagte Abdul Mahdi gegenüber der Washington Post.

Der irakische Führer gab keine weiteren Details bekannt.

Dies würde bedeuten, dass das Attentat auf hoher Ebene die Friedensbemühungen in großem Umfang stört. Immerhin verlor der Iran so einen wichtigen Verhandlungsführer, der Saudi-Arabien die Ernsthaftigkeit der Bemühungen Teherans um eine Verbesserung der Beziehungen verdeutlichte.

Der Irak hat ferner festgestellt, dass Soleimani in der Eigenschaft eines „formellen“ und „hochrangigen“ Gastes der irakischen Regierung gereist war und Teherans Antwort auf einen Brief zur Deeskalation in Saudi-Arabien zugestellt hatte, als er getötet wurde.

Journalisten und westliche Quellen haben auch separat die Behauptung des irakischen Premierministers Mahdi bestätigt, dass der General der IRGC zum Zeitpunkt seines Todes als diplomatischer Vermittler engagiert war:

Dies erklärt auch, warum Soleimani und sein Gefolge, zu denen auch der irakische paramilitärische Befehlshaber Abu Mahdi al-Mohandes gehörte, der bei demselben Angriff getötet wurde, so „im Freien“ durch Bagdads wichtigsten internationalen Hub reisten.

Angesichts der Tatsache, dass eine fundamentale Begründung für eine anhaltende starke Präsenz der USA im Nahen Osten darin besteht, „iranische Ambitionen zu vereiteln“, bleibt es für die Falken von entscheidender Bedeutung, auf die „Notwendigkeit“ des Schutzes Saudi-Arabiens hinweisen zu können. Daher auch der jüngste Einsatz von Tausenden Soldaten im Königreich seit September.

An diesem Punkt bleibt es zweifelhaft, dass irgendwelche Friedensbemühungen zwischen Riad und Teheran offen bleiben, insbesondere jetzt, wo die iranischen Führer gelobt haben, dass es zu einer „schweren Vergeltung“ kommt.

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One thought on “War Soleimani auf Friedensmission im Irak?”

  1. gibt es denn innerhalb des tiefen Staates mittlerweile aufrechte Menschen, denen die Zukunft der Bürgerschaft wichtiger ist, als die bedingungslose Unterstützung des Bankenkartells? Ein Sieg des tiefen Staates bedeutet schlichtweg dauerhafte Kriege bis zur Etablierung einer endgültigen Diktatur und der Unterwerfung der Bürger zu komplett entrechteten und überwachten Verbrauchersklaven.
    Daher mein Aufruf speziell an diejenigen in den Diensten und beim Militär welche die wahren Absichten und Intrigen dieser Globalisierungselite kennen – bitte helft uns Bürgern und damit letztendlich auch euch und euren Familien ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu führen und verhindert die Umsetzung der Verbrechen des tiefen Staates!

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