Das US-Militär hat offenbar mehr als 70 Lkw-Ladungen voll mit Gerät zu den besetzten Ölfeldern in Ostsyrien gebracht.

Von Redaktion

Berichten zufolge haben die Vereinigten Staaten Dutzende von Lastwagenladungen mit militärischer und logistischer Ausrüstung in ölreiche Gebiete in der syrischen Ostprovinz Dayr al-Zawr und der nordöstlichen Provinz Hasakah verschickt, während Washington und einige seiner regionalen Verbündeten miteinander wetteifern Ölreserven zu beschlagnahmen und natürliche Ressourcen in dem vom Krieg heimgesuchten Land zu plündern.

Lokale Quellen aus der mehrheitlich kurdischen nordöstlichen Stadt Qamischli berichteten der syrischen Nachrichtenagentur SANA, dass ein Konvoi von 75 Lastwagen am Donnerstagabend den Grenzübergang Semalka überquerte, der eine Pontonbrücke über den Tigris darstellt. Diese seien in Richtung der US-Positionen in den beiden Provinzen weitergefahren.

Ende Oktober letzten Jahres hob Washington eine frühere Entscheidung zum Abzug aller seiner Truppen aus dem Nordosten Syriens auf und kündigte den Einsatz von etwa 500 Soldaten auf den von kurdischen Streitkräften kontrollierten Ölfeldern im arabischen Land an.

Die USA gaben an, dass der Schritt darauf abzielte, die Felder und Einrichtungen vor möglichen Angriffen der Terroristengruppe „Islamischer Staat“ zu schützen. Diese Behauptung erging, obwohl US-Präsident Donald Trump zuvor gesagt hatte, dass Washington wirtschaftliche Interessen bei der Kontrolle der Ölfelder anstrebe.

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Pentagon-Chef Mark Esper drohte daraufhin, dass die auf den Ölfeldern stationierten US-Streitkräfte „militärische Gewalt“ gegen jede Partei einsetzen würden, die versuchen könnte, die Kontrolle über die Standorte in Frage zu stellen, selbst wenn es sich um syrische Regierungstruppen oder ihre russischen Verbündeten handelte.

Syrien, das keine amerikanische Militärpräsenz auf seinem Territorium autorisiert hat, sagte, die USA „plündern“ das Öl des Landes.

Am 18. Dezember 2019 erklärte Chinas Sonderbeauftragter für Syrien, der Vorwand der Vereinigten Staaten, ihre militärische Präsenz im arabischen Land auszubauen, nämlich die syrischen Ölfelder zu schützen, sei unhaltbar.

„Wer hat den Amerikanern das Recht dazu gegeben? Und auf wessen Einladung hin schützen die USA die syrischen Ölfelder?“, fragte Xie Xiaoyan auf einer Pressekonferenz in Moskau.

„Lasst uns anders herum denken: Werden die USA Syrien erlauben, Truppen auf US-Territorium zu schicken, um dort Ölfelder zu schützen?“, so der Sonderbeauftragte weiter. Berechtigte Fragen, nicht?

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