US-Budgetdefizit auf Neun-Jahres-Hoch

Im ersten Quartal des Fiskaljahres 2020 gab es ein enormes Defizit im US-Bundeshaushalt. Nur die Handelskriegzölle und die niedrigen Zinsen verhinderten eine Katastrophe.

Von Redaktion

Das klaffende US-Haushaltsdefizitloch wird mit jedem Monat größer. Das US-Finanzministerium gab bekannt, dass die USA im Dezember (dem dritten Monat des Haushaltsjahres 2020) 13,3 Milliarden US-Dollar mehr ausgaben als sie einnahmen. Das Haushaltsdefizit des Monats war zwar geringfügig besser als die erwarteten 15 Milliarden US-Dollar, blieb jedoch im Vergleich zum Dezember 2018 praktisch unverändert. Es wurde ein Defizit von 13,5 Milliarden US-Dollar verzeichnet.

Die Gesamtausgaben im Dezember von 349 Mrd. USD waren 7,5 Prozent höher als im Vorjahr, wobei die größten Ausgaben des Monats wie folgt zu verzeichnen waren: soziale Sicherheit (88 Mrd. USD), nationale Verteidigung (62 Mrd. USD), Gesundheit (49 Mrd. USD), Einkommenssicherheit (39 USD) BN), Nettozinsen (34 Mrd. USD), die höher waren als die Ausgaben von Medicare für den Monat (26 Mrd. USD) und so weiter. In der Zwischenzeit stiegen die Einnahmen um nahezu den gleichen Betrag und stiegen um 7,4 Prozent von 312,6 Mrd. USD auf 335,8 Mrd. USD, dank 153 Mrd. USD an individuellen Einkommenssteuern, 103 Mrd. USD an Sozialversicherungs- und Rentenbeiträgen und 58 Mrd. USD an Körperschaftssteuern.

In den ersten drei Monaten des Haushaltsjahres 2020 stiegen die Gesamtausgaben auf 1.163 Mrd. USD, während die Einnahmen weitaus bescheidener ausfielen, wie in der folgenden Grafik dargestellt wird:

US-Budget Dezember 2019 und erstes Quartal des Fiskaljahres 2020 (letztes Quartal 2019)

Dies bedeutet, dass das kumulierte Defizit in den ersten drei Monaten des Jahres auf 357 Mrd. USD angestiegen ist.

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Dies bedeutet auch, dass das Defizit nach einem Viertel des Haushaltsjahres 2020 nun in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Es war das größte seit 2011, als die USA als Reaktion auf die Finanzkrise noch wie ein betrunkener Seemann unter Präsident Obama Geld ausgaben und als das endgültige Defizit für das gesamte Jahr auf 1,3 Billionen US-Dollar anstieg.

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US-Defizit seit 2011.

Und während im Jahr 2020 niemand ein so großes Loch für das Gesamtjahr prognostiziert wie im Jahr 2011, werden wir jeden Monat mit einer Zahl konfrontiert, die andeutet, dass die USA Ausgaben tätigen, als ob sie aus einer Rezession und einer großen Wirtschaftskrise hervorgehen. Das, oder es ist kurz davor, eine zu haben. Noch etwas zu bedenken: Ohne 21 Mrd. USD an Zöllen, die hauptsächlich aus China als Folge der Handelskriegszölle erhoben wurden, wäre das kumulierte US-Haushaltsdefizit bis Dezember sogar noch schlimmer als 2011.

Ein letzter Punkt: Angesichts der jüngst über 23 Billionen US-Dollar liegenden Schulden ist es nicht verwunderlich, dass auch die Zinsaufwendungen für diese Schulden auf ein Rekordhoch gestiegen sind. Diese sind etwa doppelt so hoch wie im Durchschnitt der beiden Jahrzehnte von 1990 bis 2010 und liegen inzwischen bei knapp 600 Milliarden US-Dollar. Man kann sich nur vorstellen, wie hoch der Zinsaufwand sein wird, wenn sich die Zinsen jemals normalisieren dürfen.

Zinsausgaben der USA der letzten Jahrzehnte.

Denn der wohl einzige Grund, warum die Vereinigten Staaten derzeit nicht finanziell kollabieren, ist das extrem niedrige Zinsniveau. Bei einer Normalisierung der Zinsen wird die Bedienung dieser kaum mehr möglich sein…

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