Polen: Vogelgrippe trifft große Geflügelfarmen

Die industrielle Geflügelzucht macht anfälliger für Massenausbrüche der Vogelgrippe. Zehntausende Puten müssen gekeult werden.

Von Redaktion

Reuters berichtet am Mittwoch, dass bei Europas größten Geflügelproduzenten im Osten Polens eine Vogelgrippe festgestellt wurde. Laut Reuters könnten in den kommenden Tagen bis zu 40.000 Puten getötet werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Dies ist der erste Ausbruch der Vogelgrippe seit Frankreich im Jahr 2017 rund 800.000 Vögel getötet hat, um die Ausbreitung von H5N8 zu verhindern. Auch dort sorgte die industrielle Massentierhaltung zu einer raschen Verbreitung der Krankheit.

Andrzej Danielak, Präsident des polnischen Verbands der Züchter und Geflügelproduzenten, sagte, drei große Farmen in unmittelbarer Nähe hätten einen Ausbruch des tödlichen Virus entdeckt. Dieser gefährdet mindestens 350.000 Puten.

„Veterinärmedizinische Dienste führen in dieser Situation Verfahren zur Ausrottung von Viren durch“, so Regierungsbeamte im Bezirk Lubartowski, einer Region im Osten Polens, auf einer Pressekonferenz am Dienstag.

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Die Beamten warnten die Anwohner, dass sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten, wenn bei ihnen typische grippeähnliche Symptome auftreten: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Husten und Schwäche. Das Virus kann keine Menschen töten, aber es ist sehr tödlich für Truthähne – es kann sie in wenigen Stunden töten.

Der lokale Sender Polsat sagte, „um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, blockierte die Polizei Straßen in der Nähe infizierter Farmen. In einem Umkreis von drei Kilometern können es bis zu 350.000 Stück Geflügel sein.“

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3 Kommentare

  1. Das große Weihnachtsgeschäft ist eben gerade vorbei und just in diesem Moment kommen die Viren bis in die Ställe. Die verbliebenen Alttiere werden nun „gekeult“ und dann aus der Seuchenkasse finanziert.

    Anschließend beginnt die kostengünstige Aufzucht der Jungtiere.

    1. Es wurden zu wenige Hühner verkauft. Der EU-Steuerzahler blecht wie immer.
      Vielleicht wäre eine Schafzucht ertragreicher? Die Kulturen ändern sich.

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